Sportlerin im Blick RHEINPFALZ Plus Artikel Sabrina Wehrhahn: Der TuS gehört zum Leben

Sportlich vielseitig aktiv: Sabine Wehrhahn spielt beim TuS Wachenheim Tischtennis, bietet aber auch einen Fitnesskurs, der der
Sportlich vielseitig aktiv: Sabine Wehrhahn spielt beim TuS Wachenheim Tischtennis, bietet aber auch einen Fitnesskurs, der der Wirbelsäule guttun soll. Jetzt hat sie noch einen Übungsleiterkurs gemacht.

Das Hobby von Sabrina Wehrhahn vom TuS Wachenheim ist der Tischtennissport. Als der weiße Ball wegen Corona ruhen musste, beschäftigte sie sich mit ihrem zweiten „Standbein“ beim TuS: Fitnesstraining und Wirbelsäulengymnastik. Dafür hat sie jetzt einiges getan.

Schon seit dem Kindergarten gehört für Sabrina Wehrhahn der TuS zum Leben dazu. Ihre Mutter Patricia Ott lebte es ihr gewissermaßen vor. Denn sie war als Trainerin aktiv beim Eltern-Kind-Turnen, wo auch Wehrhahn ihre Anfänge machte, sowie im Kinder-, später im Frauenturnen. „Meine Mutter war immer sehr engagiert“, fügt Wehrhahn an, die als technische Zeichnerin arbeitet, und erzählt auch, dass die Mama als Kassenwartin beim TuS Wachenheim tätig war.

Als Wehrhahn zehn Jahre alt war, ging es vom Eltern-Kind-Turnen zur Tischtennisabteilung. „Mein Bruder Michael und ich haben im Turnen die Tischtennisbälle aus der anderen Halle gehört. Wir wollten dann mal hingehen. Mein Vater war zwar Squash-Spieler, hat aber auch Tischtennis gespielt“, fügt sie an. Dem Tischtennis blieb sie treu, spielte immer mal wieder in der Pfalzliga. Nun hat sie mit der jungen Mannschaft des TuS auch einen guten Saisonstart in der Zweiten Pfalzliga Ost hingelegt, bevor die Saison wegen der Corona-Pandemie wieder unterbrochen wurde. Mit 5:1 Punkten haben die Wachenheimer Damen gute Chancen, sich oben in der Tabelle festzubeißen, und können durchaus den Aufstieg in die Erste Pfalzliga anvisieren. Doch nur bei den Freunden der kleinen weißen Plastikkugel aktiv sein – das war Wehrhahn nicht genug.

Erst mitgemacht, dann Kurs übernommen

Sie suchte nach mehr. „Im Badminton war ich nicht so talentiert“, schloss sie eine weitere TuS-Abteilung aus. Schließlich meldete sie sich mit einer Freundin beim Wirbelsäulenkurs des TuS an. Eine Weile besuchte sie den Kurs bei Trainerin Michaela Brunner. Die kam dann auf sie zu „und fragte mich, ob ich den Kurs übernehmen will“, erzählt Wehrhahn. Nach einem Probedurchgang hat die in Niederkirchen wohnende Tischtennisspielerin zugesagt und wurde Übungsleiterin.

„Ich hatte mich von Anfang an nicht nur auf die Wirbelsäulengymnastik konzentriert, sondern wollte auch allgemeine Fitness machen“, fügt die engagierte Wehrhahn an. Sie erklärt, dass die Wirbelsäule nicht nur durch für sie bestimmte Gymnastik gefördert wird, sondern alle Muskeln im Körper gut situiert sein müssen, um stabil zu sein. 15 Teilnehmer im Alter zwischen 25 und 70 Jahren besuchen mittlerweile den Kurs von Wehrhahn. Darunter seien auch zwei Männer.

Übungsleiterkurs an Sportschule

Während der Coronaphase im Sommer gab Wehrhahn Online-Kurse. „Da waren auch zehn Teilnehmer dabei“, erzählt sie vom regen Zuspruch und erhofft sich diesen auch für den November. Denn im Teil-Lockdown hat sie das Video-Training wieder aufgenommen.

Erweitert hat sie zuletzt ihr Wissen, besuchte einen Übungsleiterkurs an der Sportschule in Edenkoben. „Es waren zwei Wochen mit Lehrgängen. Eine im August und eine im September.“ 17 Teilnehmer waren am Start. „Sie kamen aus der ganzen Pfalz“, fügt Wehrhahn an. Gefallen hat ihr, dass Aerobic- und Tanzelemente bei der Fortbildung ihren Platz hatten. „Ich mache als Warm-up immer Step-Aerobic, das bringt den Kreislauf in Schwung“, verrät sie.

Fortbildung im Dance-Aerobic-Bereich geplant

Die nun erworbene Übungsleiterlizenz im Bereich C-Breitensport ist vier Jahre gültig. „Ich muss Lerneinheiten absolvieren um die Lizenz zu erhalten“, fügt die Niederkirchenerin an. Diese Einheiten wolle sie aber auch als Inspiration für ihre eigenen Kurse nutzen. „Ich habe zudem Leute bei dem Übungsleiterkurs kennengelernt, und wir wollen uns austauschen“, freut sich Wehrhahn ebenfalls über andere Blickwinkel. Auch eine Fortbildung im Dance-Aerobic-Bereich wolle sie in den nächsten Jahren angehen. „Manchmal ist das zeitlich schon ein bisschen schwierig. Tischtennis, Training und der Kurs“, erzählt Wehrhahn, die deshalb zum Jahreswechsel ihr Training im Fitnessstudio einstellte.

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