Bad Dürkheim Rund um Eierkreisel nicht das Gelbe vom Ei

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Für Unmut und Umstände sorgt derzeit in Friedelsheim die Sanierung des Kreisverkehrs am Ende der westlichen Ortseinfahrt her – wegen seiner eigenwilligen Form auch „Eierkreisel“ genannt. RHEINPFALZ-Leser Rolf Scheib machte gestern deutlich, dass er sowohl die Beschilderung als auch die Umleitungsstrecken nicht für das Gelbe vom Ei hält.

Dass der Kreisel diese Woche ab Montag für vier Tage gesperrt würde, hatte uns Ortsbürgermeister Peter Fleischer vor zwei Wochen informiert (Meldung vom 8. Juli). Der Durchgangsverkehr wird überörtlich umgeleitet, für den innerörtlichen Ziel- und Quellverkehr ist eine Ausweichmöglichkeit über den Feldweg am Schwabenbach entlang ausgeschildert, die freilich für Lastwagen untauglich ist. „Toll. Superstrecke, Schlaglöcher en masse, staubig, besonders empfehlenswert für Achsen und Stoßdämpfer“, meint Scheib. „Wer auf diese Idee kam, hat sicherlich ganz wenig Ahnung von sinnvoller Planung.“ Scheib hätte zwei Alternativen gewusst, wie er schildert: „Da dieser Weg ohnehin einmal geschottert gehört, wäre das in diesem Zuge sicher kurzfristig machbar gewesen.“ Und „hätte man sein Hirn eingeschaltet, dann wäre man darauf gekommen, dass die alte Dürkheimer Straße befestigt ist“ und ein oder zwei asphaltierte Wege (von dort quer durch die Wingerte) wieder auf die Verbindungsstraße nach Wachenheim führen, so der Friedelsheimer. Der zusätzlich kritisiert, dass die Absperrarbeiten am Montag gegen 7.30 Uhr begonnen und die Durchfahrt aus dem Ort in Richtung Wachenheim und umgekehrt unterbrochen hätten. „Bedacht hat man anscheinend nicht, dass an diesem Tag die Müllabfuhr kommt. Die musste dann tatsächlich rückwärts die Straße hinabfahren. Warum hat man nicht die Kreisverwaltung verständigt und gesagt, dass halt mal um 6 Uhr alles abgeholt sein muss?“ Die Kreisverwaltung sei vom Landesbetrieb Mobilität in Speyer (LBM), der für die Baumaßnahme zuständig ist, erstmals Mitte Juni informiert und Mitte Juli nochmals daran erinnert worden, sagte gestern Pressesprecher Arno Fickus auf Nachfrage. Der Abfallwirtschaftsbetrieb im Hause sei also informiert gewesen, und er gehe davon aus, dass man das Abfuhrunternehmen ebenfalls in Kenntnis gesetzt habe. Ansonsten seien die verkehrspolizeilichen Maßnahmen, sprich: Beschilderung und Umleitung, vom LBM nicht mit der Verkehrsabteilung im Kreishaus abgestimmt worden, so Fickus. Auch im Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Wachenheim verwies man gestern auf die alleinige Zuständigkeit der Speyrer Straßenbehörde. Dort gab es aber gestern niemanden, der unsere schriftliche Anfrage hätte beantworten können, nachdem die Behördenleitung ganztägig außer Haus war, wie es hieß. Und schließlich war auch Ortsbürgermeister Peter Fleischer nicht erreichbar. Er hatte die Information vom LBM Ende Juni bekommen und am 6. Juli an die RHEINPFALZ weitergeleitet. Ob die innerörtliche Umleitung über Bahnhof-, Von-Wieser-Straße und den Weg am Schwabenbach entlang mit ihm abgesprochen war, muss also offen bleiben. Es liegt aber stark die Vermutung nahe, dass ein Schottern am Schwabenbach auf Kosten der Gemeinde gegangen wäre. Ebenso war nicht zu klären, ob auf die Variante einer Umleitung über die frühere Kreisstraße nach Bad Dürkheim samt Querfeldein durch die Wingerte niemand gekommen ist oder ob dies von vornherein verworfen worden war. Für den nächsten Kritikpunkt Rolf Scheibs kann man behördlicherseits wohl niemanden verantwortlich machen. Demnach steht von Wachenheim her zwar eine Absperrung und das Schild „Durchfahrt nur für Anwohner bis zur Baustelle“, „aber anscheinend gibt es so viele Analphabeten, Chinesen oder geistige Tiefflieger, die nicht lesen können, zuhauf bis zur Baustelle fahren und dort wieder wenden müssen.“ Ob dagegen „deutlichere Hinweise und Absperrungen“ hülfen, wie Scheib meint, sei an dieser Stelle in Frage gestellt: Solcherlei „Zocken“ von Autofahrern ist an nahezu jeder Baustelle mit Durchfahrtverbot zu beobachten ... |psp

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