Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Rot-Weiss Seebach rettet spät ein 1:1 beim VfB Haßloch

Seebachs Trainer Jan-Marvin Dell war mit der Leistung in Haßloch unzufrieden.
Seebachs Trainer Jan-Marvin Dell war mit der Leistung in Haßloch unzufrieden.

Viel Stückwerk, wenig Tempo: Rot-Weiss Seebach nimmt in Haßloch dank eines Eigentores einen Punkt mit. Trainer Dell kritisiert den Auftritt seines Teams.

Der SV Rot-Weiss Seebach (Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt) hat beim VfB Haßloch mit dem 1:1 (0:0) einen Punkt geholt. Dabei waren die Seebacher aber mit Glücksgöttin Fortuna im Bunde.

„Das war wirklich 90 Minuten lang keine gute Vorstellung. Wir haben unsere Stärke nicht auf dem Platz bekommen“, hadert Coach Jan-Marvin Dell. Es sei generell eher ein schwaches Spiel gewesen, mit viel Stückwerk, vor allem auf Seebacher Seite. Die Mängelliste ist lang. „Der letzte Pass wurde oft nicht sauber gespielt, wir haben viel zu viele lange Bälle geschlagen und die Räume, die sich geboten haben, schlecht besetzt“, zählt der Übungsleiter die Fehlleistungen auf. Es habe auch an der Bereitschaft gefehlt, die Partie unbedingt gewinnen zu wollen.

Dies könne nicht daran gelegen haben, dass der neue Torjäger Paul Stro kurzfristig mit einer Magen-Darm-Erkrankung ausgefallen ist, Fabian Wenz wegen eines Familienfestes nicht auflaufen konnte und auch im Tor umdisponiert werden musste. Für Tim Vangheluwe, der passen musste, rückte der im Winter zu Rot-Weiss gekommene Peer Mauelshagen zwischen die Pfosten. Er parierte einen gefährlichen Kopfball des Landesliga-erfahrenen Lucas Franzreb und verhinderte so einen Rückstand

Nach einer knappen Stunde war es aber so weit, als sich die Haßlocher nach einer guten Umschaltsituation auf dem Flügel durchsetzten und der Ball in die Mitte gepasst wurde. Dort war Fabian Weber, der Dreh- und Angelpunkt der Gelb-Schwarzen, zur Stelle und vollstreckte aus wenigen Metern. Vor ihm hatte Dell im Vorfeld des Spiels gewarnt. „Es darf keine Ausreden geben. Ebenso wenig dürfen wir die Fehler beim Mitspieler suchen“, betont der Trainer, der aus Personalmangel selbst ein paar Minuten auf dem Platz stand. Trotz des Ausfalls der Stammkräfte Nick Getto, Daniel Manß und Paul Stro konnte sich die Startformation sehen lassen.

„Es hat sich so angefühlt, als ob es für uns um nichts mehr geht, wir irgendwo im Mittelfeld stehen“, klagt Dell. Zumindest eine Niederlage haben die Rot-Weissen auf den letzten Drücker und mit viel Glück vermieden. Einen lang geschlagenen Ball von Verteidiger Arianit Kajtazi verlängerte ein Haßlocher Abwehrspieler ins eigene Tor. Es war die letzte Aktion in einer unter dem Strich unbefriedigenden Begegnung. „Die fußballerische Qualität ist zweifellos da, aber wir müssen sie auch zeigen wollen, und zwar dauerhaft“, fordert der Coach.

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