Bad Dürkheim Rekord bei der Briefwahl

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Briefwahl liegt in Rheinland-Pfalz im Trend: Am Mittwoch hatten bereits 29,3 Prozent der Wahlberechtigten im Land auf diesem Weg abgestimmt. Wie sieht es in Dürkheim und den Verbandsgemeinden Wachenheim und Freinsheim aus?

In der Verbandsgemeinde Freinsheim haben bislang knapp 4900 Wähler Briefwahl beantragt. Das sind rund 38 Prozent. „So viele wie noch nie“, sagt Büro- und Wahlleiter Jörg Heidemann. Bei der letzten Kommunalwahl hatten 4300 Bürger Briefwahl beantragt, 4100 davon hatten dann auch tatsächlich ihre Stimme abgegeben. Trotzdem rechnet Heidemann damit, dass die Wahlbeteiligung am Ende „wieder zwischen 65 und 70 Prozent“ liegen wird. 250 Wahlhelfer sind in den Stimmbezirken der Verbandsgemeinde Freinsheim am Sonntag im Einsatz. „Das sind etwas weniger als vor fünf Jahren, da haben wir gemerkt, dass wir etwas zu großzügig geplant hatten“, erklärt Heidemann. In Bobenheim am Berg wird ein Wahlforscher-Team von Infratest-Dimap im Auftrag der ARD die Wähler nach ihrem Urnengang zu ihrer Stimmabgabe bei der Europawahl befragen. Die Briefwahl-Stimmzettel kommen in den kleineren Gemeinden in die normalen Wahlurnen im Wahllokal. In Freinsheim und Weisenheim am Sand und Weisenheim am Berg gibt es extra Briefwahlvorstände. Vor 18 Uhr dürfen aber auch diese Stimmzettel nicht ausgezählt werden. „Geöffnet werden dürfen nur die äußeren Umschläge. Es wird nur geprüft, ob der Wahlschein unterschrieben und die Stimmzettel verschlossen sind“, so Heidemann. Für die Stimmerfassung der Ratswahlen gibt es EDV-Unterstützung. „Ein händisches Auszählen wäre zu fehleranfällig“, so Heidemann. 45 Laptops stehen dafür zur Verfügung. „Einer liest vor, einer gibt ein und ein dritter kontrolliert“, erläutert Heidemann. 43 Prozent der Wähler in der VG Wachenheim (3590 von 8319 Wahlberechtigten) haben bis gestern Briefwahlunterlagen angefordert. In der Stadt Wachenheim sind es sogar 48 Prozent (1878 von 3894). Darüber informierte Ulla Kaiser, Büroleiterin im VG-Rathaus. Damit ist der Anteil der Briefwähler im Vergleich zu 2014 noch einmal gestiegen. Damals hatten laut einer RHEINPFALZ-Umfrage am Freitag vor der Wahl 37 Prozent in der VG und 43 Prozent in der Stadt Briefwahlunterlagen angefordert. 200 Wahlhelfer sind in der Verbandsgemeinde Wachenheim aktiv. Auch in der Stadt Bad Dürkheim haben sich viele Bürger dafür entschieden, ihre Stimme per Briefwahl abzugeben: Bis zum gestrigen Donnerstag hatten 4818 Menschen Briefwahl für die Stadtratswahl beantragt. In der Kurstadt sind 15.475 Menschen für die Stadtratswahl wahlberechtigt, 340 Wahlhelfer sind im Einsatz. Zum Vergleich: 2014 hatten insgesamt 4007 Wähler per Briefwahl abgestimmt. Durch die große Nachfrage nach Briefwahlunterlagen würde die Wahlbeteiligung für die Stadtratswahlen bereits jetzt bei 31 Prozent liegen – wenn denn alle auch tatsächlich abstimmen würden.

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