Kreis Bad Dürkheim
Radwegekonzept im Kreis: Wie es bei der Bürgerbeteiligung läuft
Wer auf seinen Fahrten Schwachstellen oder Radwege in schlechtem Zustand entdeckt, kann online darauf aufmerksam machen. Das beauftragte Büro hat einen ersten Netzentwurf erstellt, also einen Vorschlag für ein kreisweites Radverkehrsnetz. Das gilt in erster Linie für Kommunen ohne eigenes Radverkehrskonzept, zu denen etwa die Verbandsgemeinden Freinsheim und Wachenheim gehören. Die Stadt Bad Dürkheim hat schon eins, das in den Netzentwurf integriert wurde. Neben Mängeln und gefährlichen Stellen können Interessierte unter wegedetektiv.de/kreis-bad-duerkheim auf einer interaktiven Karte auch Routen vorschlagen oder vorhandene Strecken ergänzen. Ihre Hinweise können sie zudem mit Bildern und Texten ergänzen.
„Zahlreiche konstruktive Vorschläge“
Die Möglichkeit werde bisher gut angenommen, berichtet Kreispressesprecher Arno Fickus auf Anfrage. „Es sind bereits zahlreiche konstruktive Vorschläge eingegangen. Der Kreis freut sich über die rege Beteiligung. Sie zeigt, wie wichtig das Thema Radverkehr und ein gut ausgebautes Radwegenetz für unsere Bürger sind“, erklärt er. Die bisherigen Beiträge sind auf der interaktiven Karte schon einsehbar.
Dass sich die Radwege entlang der Weinstraße in Nord-Süd-Richtung in einem respektablen Zustand befinden, begrüßt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wachenheim, Torsten Bechtel (CDU). Jetzt sei es an der Zeit, das Netz in West-Ost-Richtung zu optimieren, damit auch die Berufstätigen im Alltagsradverkehr, die auf das Auto verzichten, um stattdessen mit dem Drahtesel zur Arbeit zu fahren, auf gut ausgebauten und funktionierenden Radwegen unterwegs sein können. „Wer täglich mit dem Rad fährt, kennt die Schwachstellen und weiß, wo noch direkte Verbindungen fehlen“, sagt Bechtel. Denn je besser die schnellen Verbindungen ausgebaut seien, desto eher würden sie auch für den Berufsverkehr oder zum Einkaufen genutzt, damit das Auto in der Garage bleibt.
Wege nach Ludwigshafen schaffen
„Unsere Aufgabe ist es, Wege zu schaffen, die sinnvoll und ohne Umwege beispielsweise nach Ludwigshafen befahren werden können“, erklärt der Bürgermeister. So solle ein tragfähiges Netz geschaffen und der Radverkehrsanteil in der Verbandsgemeinde und im Kreis erhöht werden. Zugleich setze die Kommune damit eine Maßnahme des Klimaschutzkonzeptes um. „Auch die Erkenntnisse aus dem Stadtradeln kommen uns zu Gute“, sagt Bechtel.
Die Initiative des Landkreises werde in der Verbandsgemeinde Freinsheim stark unterstützt, teilt deren Pressesprecher Jörg Heidemann mit. „Wir haben alle nötigen Informationen und den Link zum Beteiligungsverfahren auf unserer Homepage veröffentlicht“, sagt er und hofft auf eine große Bürgerbeteiligung . „Denn der Radverkehr ist ganz wichtig, wird in Zukunft noch wichtiger und enthält ein hohes Mobilitätspotenzial“, findet er.
Im Netz
Die Bürgerbeteiligung für das Radwegekonzept des Landkreises läuft noch bis zum 31. Juli. Vorschläge und Wünsche lassen sich online unter wegedetektiv.de/kreis-bad-duerkheim eintragen.
