Wachenheim / Bad Dürkheim
Prüfungen im Lockdown: Zum Abi in die Sporthalle
Seit Mittwoch steht fest, dass es in rheinland-pfälzischen Schulen mindestens bis zum 22. Januar keinen Präsenz-, sondern Fernunterricht geben wird. Ein Ausnahme bilden die Abiturprüfungen für die Gymnasien und die Integrierten Gesamtschulen. Die Prüfungen finden wie geplant und vor Ort an den Schulen statt.
Die Vorbereitungen für die schriftlichen Abiturprüfungen in der Integrierten Gesamtschule (IGS) Deidesheim-Wachenheim am Standort Deidesheim haben bereits vor den Weihnachtsfeiertagen begonnen. Mithilfe der zukünftigen Abiturienten wurde die Turnhalle, für die Prüfungswochen vorbereitet. Hier können die vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln umgesetzt werden, „Die Schüler haben ihren Arbeitsplatz selbst eingerichtet und Tische und Stühle in der Halle aufgebaut“, berichtet Schulleiter Georg Dumont. „Jeweils einen Tag vor den Prüfungen kann ich die zentralen Aufgaben mithilfe zweier Passwort-Schlüssel in einem bestimmten Zeitfenster runterladen, um sie dann in der Schule für die etwa 50 Prüflinge des aktuellen Abi-Jahrgangs vervielfältigen zu lassen“, informiert Dumont. Er hat beobachtet, dass die Schüler Ängste hatten, dass die Prüfungen nicht stattfinden würden. „Wir hoffen, dass alles klappt, die Schüler stehen unter Strom, haben sich gezielt vorbereitet und wollen das jetzt auch zu Ende bringen“, so der Schulleiter.
Zur Toilette geht’s nur mit Maske
Im Werner-Heisenberg-Gymnasium (WHG) in Bad Dürkheim werden die etwa 100 Schüler des Abschlussjahrganges auch in der Sporthalle untergebracht, um die schriftlichen Prüfungen zum Erreichen der Hochschulreife abzulegen. Nach Auskunft des Gymnasiums können die Prüflinge den vorgeschriebenen Mund- und Nasenschutz erst an ihrem Platz abnehmen. Bei einem Toilettengang oder der Abgabe der schriftlichen Arbeiten sei die Maske wieder aufzusetzen. „Die Halle ist aufgrund vorhergehender Veranstaltungen eh schon bestuhlt, außerdem haben wir dort eine vorzügliche Lüftungsanlage“, berichtet Schulleiter Armin Rebholz. Dass die Prüfungen nicht stattfinden werden, ist aus der Sicht des Pädagogen eher unwahrscheinlich. „Es sei denn, das Gesundheitsamt würde anrufen und uns mitteilen, dass wir eine Vielzahl von Infektionen am WHG hätten“
Die zentralen Prüfungen in Rheinland-Pfalz beginnen am Donnerstag, 7. Januar, mit dem Fach Deutsch, am 12. wird Englisch, am 14. Mathematik und am 18. Januar Französisch geschrieben.
Für die Fremdsprachen werden zwei zentrale Bearbeitungselemente aus einem Aufgabenpool des Bildungsministeriums entsandt, die restlichen Aufgabenteile werden von den jeweiligen Fachlehrern konzipiert. Für Deutsch und Mathematik gibt es jeweils drei Aufgabenvorschläge, wovon die Prüflinge einen bearbeiten müssen. Ein Vorschlag wird dabei wieder vom Bildungsministerium eingereicht, die anderen zwei Vorschläge stammen von der prüfenden Schule.
Die Aufgabenauswahl für die restlichen Prüfungsfächer liegt ausschließlich in der Verantwortung der jeweiligen Bildungseinrichtungen. Der Zeitraum für die schriftlichen Abiturprüfungen erstreckt sich bis zum 27. Januar. Die mündlichen Prüfungen werden zwischen dem 11. und 24. März abgehalten.