Bad Dürkheim Pfalzmuseum für Naturkunde: Wiedereröffnung am 11. Juni

Die Sonderausstellung „365 Augen – Blicke des Lebens“ gibt es ab 11. Juni zu sehen.
Die Sonderausstellung »365 Augen – Blicke des Lebens« gibt es ab 11. Juni zu sehen.

Eigentlich wollte Frank Wieland das Pfalzmuseum für Naturkunde schon früher öffnen. Weil er auf eine Bestätigung des Bundes warten musste, hat sich die Wiedereröffnung verzögert. Nun kann es am 11. Juni wieder losgehen – mit einem umgestalteten Garten, Steinen, die das Wetter aus vergangenen Zeiten zeigen und vielen verschiedenen Tieraugen.

365 Tieraugen, naturrealistisch auf einer Leinwand dargestellt, können sich Museumsbesucher ab dem 11. Juni in der neuen Sonderausstellung „365 Augen – Blicke des Lebens“ von Künstlerin Meune Lehmann im Pfalzmuseum anschauen. „Wer schon einmal unterschiedlichen Tieren genau in die Augen geschaut hat, kann diese Faszination vielleicht nachvollziehen“, schreibt das Museum in einer Pressemitteilung. Eine zweite Sonderausstellung „Versteinertes Wetter“ gibt es zudem zu sehen. Wetterphänomene können Spuren auf Steinen hinterlassen. Anhand derer seien Rückschlüsse auf das Wetter in vergangenen Zeiten möglich. Und die seien heute im Gestein sichtbar. Außerdem neu gestaltet: der Museumsgarten. Neben einer Magerwiese, einer Streuobstwiese und einem Blumen- und Beerenbeet seien verschiedene Waldtypen zu sehen.

Förderung bis zu 50.000 Euro beantragt

„Wir wollten eigentlich schon früher öffnen“, erzählt Museumsdirektor Frank Wieland. Seit dem 11. Mai durften Museen in Rheinland-Pfalz wieder offiziell aufmachen. Doch er habe Fördermittel beim Bund beantragt, die als Unterstützung für die Umsetzung der Hygienemaßnahmen gedacht sind. 10.000 bis 50.000 Euro könne das Museum so erhalten. „Wenn wir mit den Umbaumaßnahmen begonnen hätten, bevor über die Fördermittel entschieden wurde, wären wir aus der Förderung herausgefallen“, erklärt er. Daher habe er einen Antrag gestellt, um vorzeitig auf eigenes Risiko mit den Maßnahmen zu beginnen. Auf die Entscheidung habe er warten müssen. Die sei nun gefallen und die Arbeiten haben bereits begonnen.

Zu den Corona-Maßnahmen gehören zum Beispiel eine Mundschutzpflicht, Abstandsregelungen sowie ein Einbahnstraßensystem durch die Ausstellungen. „Wenn sich die Gäste gut an die Wege halten, kommen sie sich kaum entgegen“, so Wieland. Außerdem gebe es Desinfektionsmittel am Eingang, Ein- und Ausgang seien getrennt. Maximal dürften 125 Personen gleichzeitig im Haus sein – so viele seien in der Regel aber nicht da, da sich die Gäste über den Tag verteilen, erklärt der Museumsdirektor. Er freue sich, dass nun endlich wieder geöffnet werden darf. „Für uns war es die letzten Wochen eine Gratwanderung. Andere hatten schon offen – wir nicht. Außerdem: Ein Museum ohne Gäste, das ist ja auch nicht richtig“, sagt Wieland.

Neue Öffnungszeiten

Dienstags bis samstags 13 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertags 10 bis 17 Uhr
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