Freinsheim Parkplatz an der Quelle: Bauarbeiten gestartet

Mit der Renaturierung des Fuchsbachs haben die Bauarbeiten begonnen.
Mit der Renaturierung des Fuchsbachs haben die Bauarbeiten begonnen.

Die Arbeiten zum Bau des umstrittenen Projekts „Parkplatz an der Quelle“ haben begonnen. Zunächst steht die Renaturierung des Fuchsbachs an.

Die Quelle des Fuchsbachs hat die Baufirma Wust&Sohn aus Simmern im Hunsrück bereits offengelegt: Sie ist erkennbar an dem Becken mit Wasser auf dem Gelände zur Friedhofstraße hin. „Eigentlich war geplant, als Erstes mit dem eigentlichen Parkplatzbau anzufangen“, erklärt die stellvertretende Leiterin der Bauabteilung, Sabine Dell. Weil der Boden auf dem gesamten Gelände stark durchnässt ist, habe man sich anders entschieden.

Die Minustemperaturen der vergangenen Tage würden die jetzt noch anstehenden Bodenarbeiten auf dem Gelände zwischen Burg- und Friedhofstraße erleichtern. Der abgetragene Oberboden wird auf eine Freifläche am Friedhof gebracht. „Das ist jetzt bei Frost ideal. Dadurch kann man das Gelände mit dem schweren Gerät gut befahren“, erläutert Dell. Es sei geplant, den Fuchsbach in einem offenen Graben über den Parkplatz zu führen. Wie genau das aussehen wird, darüber werde man sich mit der Baufirma noch abstimmen. Der Verkehr über Burg- und Friedhofstraße könne noch ungestört fließen. Beeinträchtigungen werde es erst geben, wenn der Fuchsbach unterhalb der Burgstraße weitergeführt werden muss. In dieser Phase sei geplant, ein Stück Baufeld zu schottern für den Anliegerverkehr zum Hotel Altes Wasserwerk, zum Weingut Kirchner oder für die Feuerwehr.

Hohe Förderung

Der Baustellenverkehr soll über den Friedhof geführt und von dort Richtung Erpolzheimer Straße (Verkehrsanbindung Weingut Rings) geleitet werden. „Die Bereiche Bohngärten und Hinter den Rüstern werden davon so wenig wie möglich mitbekommen“, erklärt Dell. Die Bauzeit soll höchstens vier Monate betragen. Damit kann das Projekt noch innerhalb der bis Jahresende auslaufenden Stadtsanierung abgerechnet werden.

Inklusive der Arbeiten, die die VG-Werke auf dem Gelände erledigen müssen, belaufen sich laut Dell die Kosten auf rund eine Million Euro. Die reinen Baukosten für den Parkplatz gibt Dell mit rund 655.500 Euro an. Für die Renaturierung müssen knapp 180.000 Euro bezahlt werden. Die Stadt erhalte etwa 80 Prozent Förderung für den Parkplatz und 90 Prozent für die Renaturierung.

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