Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: HSG Eckbachtal gastiert in Bingen

Derzeit schwer gefragter Linkshänder: Lars Zalik (HSG Eckbachtal).
Derzeit schwer gefragter Linkshänder: Lars Zalik (HSG Eckbachtal).

Lars Zalik hat erst in der D-Jugend bei der HSG Eckbachtal mit dem Handball begonnen. Am Sonntag winkt ihm ein doppelter Einsatz –in der A-Jugend und später im Oberliga-Herrenteam in Bingen.

Nach sieben ungeschlagenen Spielen kassierte Oberligist HSG Eckbachtal am vergangenen Wochenende beim 19:40 in Offenbach mal wieder eine Niederlage. Das soll sich am Sonntag (17 Uhr) beim Gastspiel in Bingen nicht wiederholen.

Die Lieblingsmannschaft von HSG-Coach Thorsten Koch wird der TV Offenbach in dieser Spielzeit wohl nicht mehr. Beide Begegnungen verloren die „Gekkos“ deutlich. Das Gute: Eine weitere Partie gegen den TVO wird es in dieser Saison nicht geben. Aufatmen kann Koch deswegen jedoch nicht. Der Grund dafür sind zahlreiche Ausfälle in seinem Kader, die bereits am vergangenen Wochenende für Probleme sorgten und auch die Planung für das kommende Wochenende beeinflussen. „Ich weiß noch nicht, ob die Mannschaft in Bingen anders aussehen wird“, sagt Koch.

Ausfallen werden Michael Betz (beruflich), Carsten Wenzel (Leistenoperation), Julian Pozywio (Bänderriss), Sven Lerzer (Rippenprobleme). Hinter Tobias Häuselmann, Sven Dopp und auch Jochen Schloß stehen Fragezeichen. Klar ist, dass der Übungsleiter – mal wieder – auf Spieler der A-Junioren zurückgreifen muss.

Unter ihnen ist der junge Rechtsaußen Lars Zalik. Er wurde in dieser Saison schon häufiger in der Oberliga eingesetzt und wird auch am Sonntag wieder seine Minuten bekommen. Dann sogar für gleich zwei Teams, nämlich das der A-Jugend am Mittag und im Herrenteam am Abend. Die viele Spielzeit stört ihn aber nicht.

Im Gegenteil. „Allein in beiden Spielen dabei zu sein und mithelfen zu dürfen, motiviert mich und gibt mir nochmal extra Kraft“, versichert der Elftklässler des Karolinen-Gymansiums Frankenthal. Ihm sind die Unterschiede zwischen den Aktiven und der Jugend durchaus bewusst. „Die Körperlichkeit ist der große Unterschied, aber auch das Tempo und das Spielverständnis“, erklärt der Youngster.

Zalik ist einer der wenigen Linkshänder im Team und hat daher einen natürlichen Vorteil. Und diesen nutzt er. „Ich hoffe, dass ich meinen Job recht gut mache“, sagt der junge Rechtsaußen. Dessen größte Stärken sieht Koch in seinem hohen Tempo und seiner guten Deckungsarbeit. Sein Problem sei, dass er sich schnell aus dem Konzept bringen lasse, sobald er einen Ball verwerfe, kritisiert Koch. „Da fehlt mir die Aggressivität und das Feuer. Auf dem Spielfeld könnte er noch etwas mehr aus sich herausgehen“, fordert Koch. Daran will der Trainer mit Zalik arbeiten, von dem er überzeugt sei, dass er glaubt, dass er seinen Weg gehen werde. Auch sein bisheriger Werdegang ist beachtlich, denn Zalik begann erst in der D-Jugend der HSG Handball zu spielen.

Mitgenommen zur HSG Eckbachtal hatte ihn sein bester Freund und Mitspieler Philipp Schloß. „Vorher spielte ich Fußball beim 1. FC Rheinpfalz“, sagt Lars Zalik. Das habe ihm jedoch nicht mehr viel Freude bereitet, und da kam Schloß gerade recht. Umso glücklicher ist er nun, mit ihm zusammen in der Oberliga auf dem Platz zu stehen.

Vielleicht wird das auch am Sonntag in Rheinhessen der Fall sein. Ob und wie Koch bei der HSG Rhein-Nahe Bingen agieren möchte, macht er vom Personal abhängig. „Ich lasse das mal auf mich zukommen, wie das Ganze am Donnerstag im Training auf mich wirkt“, sagt der Coach.

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