Bad Dürkheim Nur eine Handvoll guter Spiele

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«GÖNNHEIM.»Der TV Gönnheim, der in den vergangenen drei Spielzeiten jeweils einen Platz in der oberen Tabellenhälfte belegt hat, ist in dieser Runde in der Fußball-C-Klasse Rhein-Mittelhaardt West nicht über einen enttäuschenden elften Tabellenrang hinausgekommen.

Zu Saisonbeginn sah es nicht danach aus, dass die Runde derart schwierig werden würde. Der damalige Trainer Meiko Müller, der das Team zuvor mit ruhiger Hand und dem Blick für das Machbare geführt hatte, lehnte sich mit seiner Prognose weit aus dem Fenster. „Wir wollen zwischen Platz drei und fünf landen. Ich weiß aber, dass es dazu durchgängig gut laufen muss“, sagte der 42-jährige Müller im Juli 2018. Optimistisch angesichts einer enorm starken West-Gruppe. Von „durchgängig gut laufen“ konnte aber keine Rede sein. Im Gegenteil, die Gönnheimer erwischten einen miserablen Saisonstart. Die ersten sieben Partien gingen bei einem Torverhältnis von 8:28 alle verloren. Einmal trat der TVG nicht an, weil nicht genügend Spieler zur Verfügung standen. Ende September war für Müller, der eine zu geringe Trainingsbeteiligung und fehlende Einstellung bemängelte, Schluss, er trat zurück. Der Coach hatte einen Kreislauf festgestellt, den er wie folgt beschrieb: kein Training, keine Kraft und Kondition, kein Erfolg. Müllers Nachfolger war sein vormaliger Co-Trainer Nils Stetter. Der 39-Jährige sprach zunächst von verbesserter Trainingsbeteiligung und davon, dass der Spaß zurückgekehrt sei. Aber nachhaltig war das offenbar nicht. „Es war schwer, auf Dauer einen geregelten Trainingsbetrieb aufrechtzuerhalten. Es waren oft nur sechs bis acht Mann im Training. Somit wurde die Fitness nicht besser, was sich in den Spielen bemerkbar machte“, verdeutlicht Stetter. Gute Spiele seien deshalb an den Fingern einer Hand abzuzählen. Da ist einmal das 1:1 gegen die SG Niedenfels/Lambrecht zum Einstand Stetters, als das Team kämpferisch voll überzeugte. Und ein paar Wochen später, als der TVG nach dem plötzlichen Tod eines seiner Spieler dank großen Kampfgeists bei der TSG Deidesheim III 1:0 gewann. In der Rückrunde lief es etwas besser als zuvor, aber mehr als die 20 Punkte, die den elften Tabellenplatz in einer 13 Teams umfassenden Liga ergaben, war nicht drin. „Wir kamen von Anfang an nicht an unsere gewohnten Leistungen heran. Dies zog sich wie ein roter Faden durch die ganze Runde. Der Rücktritt von Meiko Müller, viele Verletzungen und der Todesfall haben Spuren hinterlassen“, resümierte Stetter. Insgesamt seien die Gönnheimer weit unter ihren Möglichkeiten geblieben. „Natürlich kann man nicht zufrieden sein, wenn man mit einer Mannschaft, die viel Potenzial hat, das angepeilte Ziel weit verfehlt“, ergänzt der Übungsleiter. Stetter, der den Stab über dem Team nicht brechen will, eher die Spieler lobt, die die Runde bis zum Ende durchgezogen haben, trat Mitte Mai ebenfalls zurück. Er wird den Verein verlassen und künftig woanders spielen. Ein Traineramt zu übernehmen, hat er derzeit nicht geplant. Im letzten Spiel beim TSV Königsbach II gab es unter der Regie von Torhüter Michael Schier mit dem 2:1-Sieg wenigstens einen halbwegs versöhnlichen Saisonabschluss.

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