Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Belebungsbecken für Kläranlage

Für die Modernisierung wird künftig mehr Platz benötigt, deswegen wird ein angrenzender Wingert für eine Erweiterung genutzt.
Für die Modernisierung wird künftig mehr Platz benötigt, deswegen wird ein angrenzender Wingert für eine Erweiterung genutzt.

Die Kläranlage in Wachenheim ist in die Jahre gekommen. Nun hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion grünes Licht für eine Modernisierung gegeben. Kosten wird das rund sieben Millionen Euro.

Es sind umfangreiche Maßnahmen, die sich das Abwasserwerk vorgenommen hat. „Wir freuen uns, dass wir nach der Phase der Planung und Genehmigung nun die Maßnahmen umsetzen können und damit einen großen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten“, erklären Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel (CDU) und VG-Abwasserwerk-Leiter Dirk Bergner.

Seit 2015 waren die Anlagen der Verbandsgemeinde auf ihre Energieeffizienz untersucht worden. Dabei ging es neben der Energieeinsparung auch um die Eigenenergieerzeugung. Was nun umgesetzt wird, fußt auf den Daten dieser Studie, die im Jahr 2016 fertig wurde. Die Daten seien bis zur Einreichung der Unterlagen ständig aktualisiert worden, sagen Bechtel und Bergner.

Biologische Reinigung das Herzstück

Herzstück der Baumaßnahme an der Kläranlage wird die biologische Reinigung sein. Dafür werde ein neues Belebungsbecken mit einem Volumen von etwa 1.600 Kubikmetern gebaut. Hinzu kommt der Neubau einer Gebläsestation. Diese dient der Sauerstoffzufuhr. „Da wir auf der Kläranlage Wachenheim einen Tropfkörper betreiben, wird in diesem Zuge die Tropfkörperfüllung ausgetauscht“.

Der Sandfang und die Rechenanlage, die Sand und grobe Inhaltsstoffe des Abwassers filtert, seien in die Jahre gekommen. Diese Anlagenteile würden gegen eine Kompaktanlage mit Rechengebäude ausgetauscht. Auch verschiedene Pumpen werden erneuert.

Ein Ingenieurbüro werde in den kommenden Wochen die Ausschreibung auf den Weg bringen. Je nach Vergabe- und Corona-Lage hoffen Bechtel und Bergner auf einen Start der Arbeiten in diesem Jahr. Diese müssten europaweit ausgeschrieben werden, sagt der Bürgermeister.

Die Arbeiten werden mit rund sieben Millionen Euro veranschlagt. Von wenigen Zuschüssen abgesehen, bleiben die Kosten bei den Abwasserwerken hängen, informiert Bechtel.

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