Freinsheim
Neuer Bürgermeister Jochen Weisbrod will Verkehrssituation verbessern
„Ja, Du kannst das“, sagte Fraktionschef Sascha Leiser in der konstituierenden Sitzung am Donnerstag, die wegen des festlichen Rahmens im Von-Busch-Hof stattfand. Leiser hob die „ernsthafte Lockerheit“ hervor, mit der Weisbrod bereits als Beigeordneter den Kontakt mit den Freinsheimer Bürgern gesucht habe. Mit großer Zielstrebigkeit gehe der 43-Jährige die Themen an und stelle sich dabei auch nicht selbst in den Mittelpunkt, so der CDU-Fraktionschef. Er wisse, dass Weisbrod die Arbeit des Rats wertschätze und die Gemeinsamkeiten herausstelle. „Herzlichen Dank für Deine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen“, schloss Leiser seine Rede.
Weisbrod war der einzige Bürgermeisterkandidat bei den Kommunalwahlen im Juni gewesen. Die Wahl des Stadtrats brachte der CDU zwei Sitze mehr und damit den Rang der stärksten Fraktion im Rat mit sieben Sitzen ein. Diese Position verlor die FWG, die mit vier Sitzen (minus 2) hinter der SPD (5 Sitze/plus 1) nur noch drittstärkste Kraft ist. Über jeweils zwei Sitze verfügen die Grünen (minus 1) und die FDP (unverändert).
Stadträte zur Geduld aufgefordert
Matthias Weber (FWG) verpflichtete die neuen Stadtratsmitglieder und rief sie zu Geduld auf. „Es dauert etwa ein Jahr, bis man sich im neuen Amt zurechtfindet“, meinte der scheidende Bürgermeister, dessen letzte Amtshandlung die Vereidigung seines Nachfolgers war. „Du bist gut gerüstet“, sagte Weber mit Blick auf Weisbrods fünfjährige Amtszeit als Erster Beigeordneter.
Der neue Bürgermeister erklärte, dass er eine fraktionsübergreifende Kommunikation anstrebe, in die auch die Bürger einbezogen werden sollten. Gestärkt werden sollten das Kulturleben sowie die Vereine. Außerdem gehe es um eine nachhaltige und klimagerechte Wohnbebauung. Die Bereiche Verkehr, städtische Begrünung, Wirtschaftsförderung sowie Hochwasserschutz nannte er als weitere politische Ziele.
Ehemalige Ratsmitglieder verabschiedet
Weisbrod verabschiedete die ehemaligen Ratsmitglieder Silvia Schmitz-Görtler, Dennis Freitag, Arnold Wiegand, Stefan Ballhausen und Heike Mathes. Steffi von der Warth-Weber und Thomas Rückerl gehörten dem Rat 15 Jahre an. Thomas Krüger war 20 Jahre aktiv, Heiko Gauglitz 25 Jahre. „Redet miteinander, wir wollen doch alle nur das Beste für Freinsheim“, sagte Gauglitz. Die Beigeordneten sollen nach den Ferien gewählt werden.