Tischtennis
Neue Ligeneinteilung betrifft Teams der Region
Der PTTV hat nicht nur die neue Ligenaufteilung mitgeteilt, sondern gab auch in einem Schreiben an die Vereinsfunktionäre bekannt, dass es zur neuen Saison bei der bisherigen Wechselfrist verbleiben wird, die am 31. Mai endet. Auch die Termine für die Mannschaftsmeldungen werden nicht geändert. Sie sind wie bisher im Juni abzugeben. „Ob und wann die neue Runde und in welcher Form gestartet wird, bleibt abzuwarten. Maßgeblich wird dies von den Öffnungen der Hallen und gegebenenfalls von festgelegten Hygienemaßnahmen abhängig sein“, vermeldet Peter Baumann stellvertretend für den Verband.
Hinsichtlich des Individualspielbetriebs steht nur fest, dass alle Veranstaltungen bis 30. Juni abgesagt sind. Das weitere Verfahren ist offen. Der Westfälische Tischtennisverband sprintet den anderen Landesverbänden davon und hat als Maßgabe für einen Trainingsbeginn ab dem 11. Mai einen 18 Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog veröffentlicht.
Der Anfang vom Ende der aktuellen Spielzeit war am 12. März mit der Aussetzung der Tischtennissaison im PTTV. Die anderen Landesverbände trafen anschließend ähnliche Entscheidungen, der Deutsche Tischtennisbund zog wenige Tage später nach. Auch das Training wurde kurze Zeit später eingestellt, was auch angesichts geschlossener Hallen ohne Alternative war.
Neue Ligeneinteilung mit weniger Teams
Anfang April wurde die Saison endgültig abgebrochen, samt der Entscheidung, dass die Spielrunde mit dem am 12. März bestehenden Tabellenstand, und zwar unabhängig von der Spielanzahl, eingestellt wird. Eine Quotientenregelung, bei der die durchgeführten Spiele durch die Anzahl der Habenpunkte geteilt wird, gab es nicht. Dafür gab es für die Mannschaften, die auf einem Aufstiegsrelegationsplatz standen, einen Bonus: Sie hatten die Wahl, ob sie aufsteigen wollen.
Zu beachten war bei der neuen Ligeneinteilung des PTTV, dass ab der kommenden Saison die Spielklassen von zwölf auf zehn Mannschaften reduziert werden. Zudem werden zwei neue Spielklassen eingebaut. Dass es eine Klagewelle wie beim bayrischen Verband hinsichtlich der Neuaufteilung der Mannschaften in die Ligen gibt, scheint eher unwahrscheinlich.
Für die Damen des TuS Wachenheim bedeutet das, sie schlagen weiterhin in der Zweiten Pfalzliga Ost auf, die jedoch deutlich schwächer sein wird. Denn zwischen der Ober- und der Ersten Pfalzliga wird eine gemeinsame Verbandsoberliga mit dem Saarland eingeführt. Eine Bezirksoberliga als Unterbau der Zweiten Pfalzliga Ost wird es im Bezirk Vorderpfalz Nord im Gegensatz zur Westpfalz aber weiterhin geben.
Wer spielt künftig wo?
Bei den Herren gab es weitaus umfangreichere Regelungen zu treffen, auch weil es mehr Ligen gibt. In die Bezirksliga aufgestiegen ist der TTC Bad Dürkheim. Dieser hatte sich als Dritter der abgebrochenen Saison in der Bezirksklasse die Qualifikation für die Bezirksliga gesichert, die nun eine Mischung aus schwächeren Bezirksliga- und stärkeren Bezirksklasseteams ist. Mit Andreas Teiche verliert der TTC nun aber seinen Spitzenspieler an die TTF Frankenthal.
In der Bezirksklasse Nord spielt auch künftig der TuS Bobenheim am Berg. In der Süd-Staffel wird der TuS Wachenheim künftig auch Derbys gegen den Kreisliga-Vizemeister TV Ellerstadt absolvieren. In die Kreisliga Nord-Ost abgestiegen ist der TSV Freinsheim. In der Kreisliga Süd-West spielen, wie auch bisher, der TV Kallstadt, der TV Gönnheim, der TuS Wachenheim II und der TV Ellerstadt II, der nach einem Jahr in der Kreisklasse A gleich wieder in seine angestammte Liga zurückkehrt.
Einwurf: Ein Anfang
Im Gegensatz zum Westfälische Tischtennisverband wartet der PTTV auf die endgültigen Vorgaben des DTTB zum Trainingsauftakt. Doch die Spieler im PTTV würden auch samt Hygienereglungen wieder trainieren. Es wäre zumindest ein Anfang. Ob dann auch Meisterschaftsspiele oder Turniere ausgetragen werden können, wird von den Landesregierungen, aber sicherlich auch von den Spielern abhängen, die unter Einhaltung der Regelungen zeigen können, was Golf und Tennis schon vorgemacht haben: Es geht!