Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Fenster für Wachenheimer Standort der IGS

Für die IGS am Standort Wachenheim gibt es im kommenden Frühjahr neue Fenster.
Für die IGS am Standort Wachenheim gibt es im kommenden Frühjahr neue Fenster.

Brandschutz, Amokprävention und energetische Sanierungen: Der Kreis will in den kommenden Jahr rund 56 Millionen Euro in die Schulen investieren. Unter anderem fließen 1,25 Millionen Euro nach Wachenheim.

In den kommenden Jahren seien umfangreiche Investitionen geplant, sagte Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) im Schulträgerausschuss. Investitionskosten in Höhe von 55,9 Millionen Euro sind vorgesehen. Diese können nach Auskunft des Kreisbeigeordneten Sven Hoffmann (CDU) bis zu 65 Prozent vom Land bezuschusst werden. Der Digitalpakt und Erhaltungsmaßnahmen sind hier nicht enthalten.

Die Anforderungen an den Brandschutz würden immer höher. Auch das Thema Amokprävention rücke immer mehr in den Fokus. Sehr wichtig sei auch der Bereich der energetischen Sanierung, so Hoffmann. Wobei insbesondere die Energieeffizienz, Aspekte des Klimaschutzes und der Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden sollten.

Digitale Schließanlagen für Schulsporthallen

So werden im Frühjahr in der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Wachenheim die Fenster in einem Auftragsvolumen von 1,25 Millionen Euro komplett ausgetauscht. Für den bereits laufenden Erweiterungsbau am Standort Deidesheim werden bis 2024 insgesamt 17 Millionen Euro investiert.

In 2021 sei geplant, die Schulsporthallen mit digitalen Schließanlagen auszustatten. Das hätte den Vorteil, dass auch die Sportvereine einen bequemeren Zugang zu den Sportstätten hätten. Mithilfe eines Chips könnten die Türen dann geöffnet werden. Ein Vorteil sieht Hoffmann darin, dass nun keine Schlüssel verloren gehen könnten, was in der Vergangenheit mit dem kostenintensiven Austausch der gesamten Schließanlage einherging. Ein verloren gegangener Chip könne mühelos deaktiviert und durch einen neuen ersetzt werden.

Digitaler Vorreiter: Sanierung der Dreifeldsporthalle in Lambrecht

Bei der Sanierung der Dreifeldsporthalle der Realschule plus am Speyerbach in Lambrecht handele es sich um ein Prestigeprojekt des Kreises. „Das ist unser digitaler Vorreiter, denn wir werden bei dieser Sanierung das sogenannte BIM-Verfahren anwenden und einen digitalen Klon der Sporthalle schaffen“, erklärt der Beigeordnete. Beim Building Information Modeling (BIM) handele es sich um einen dreidimensionalen Plan, der alle relevanten Bauwerksdaten digital modelliert, kombiniert und erfasst. So könne man die Bewirtschaftung eines Gebäudes über dessen kompletten Lebenszyklus über diese Datenbank steuern. Die Vorteile dieses Systems liegen darin, dass bei einer anstehenden Sanierungsmaßnahme bekannt sei, was in dem jeweiligen Gebäude an welcher Stelle verbaut wurde. „Was wir hier jetzt als Pilotprojekt machen, soll auch bei allen weiteren Baumaßnahmen bei Schulen und Sporthallen des Kreises praktiziert werden: eine komplette digitalgesteuerte Bewirtschaftung eines Gebäudes“, so Hoffmann.

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