Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel Nach Corona-Pause: Vorrunde läuft wieder

Stefan Leist vom TuS Bobenheim am Berg hofft, dass in dieser Saison noch eine Rückrunde zustande kommt.
Stefan Leist vom TuS Bobenheim am Berg hofft, dass in dieser Saison noch eine Rückrunde zustande kommt.

Die einen wollen unbedingt, dass die Tischtennissaison des Pfälzischen Tischtennisverbandes (PTTV) fortgeführt wird, andere sehen eine weitere Aussetzung der Saison als zwingend an. Entschieden hat sich der Pfalzverband nun – und will, dass die Vereine ihre ausstehenden Vorrundenspiele noch im Februar abschließen.

„Ich finde auf jeden Fall den Ansatz gut, die Vorrunde zu finalisieren“, sagt Wolfgang Muhrer vom TuS Wachenheim. Er befürwortet, dass die Saison weiter geht. Seine Tochter Annika Muhrer hatte im Gegensatz zu vielen anderen am vergangenen Wochenende bei den südwestdeutschen Meisterschaften der Jugend 18 schon wieder spielen dürfen und Platz zwei erreicht (wir berichteten).

Der getroffenen PTTV-Entscheidung waren viele Diskussionen vorausgegangen. Am 27. Januar wurde veröffentlicht, dass die seit Ende November geltende Aussetzung des Spielbetriebs in den Pfalz-Spielklassen der Tischtennisspieler aufgehoben wurde. Teilweise schlägt dem Pfalzverband nun Unverständnis entgegen. Während Kontaktsportarten wie Handball Ende des Jahres noch Partien bestritten, ruhte die Tischtennissaison bereits. Bei deutlich niedrigeren Inzidenzen wurde der Spielbetrieb unterbrochen – und soll nun bei Höchstständen wieder aufgenommen werden. Die 2G-plus-Regelung des Landes Rheinland-Pfalz, die neben einer vollständigen Impfung einen tagesaktuellen Corona-Schnelltest oder eine Booster-Impfung verlangt, ist jetzt also auch im Tischtennis wie überall im Hallensport maßgebend.

Ausstehende Spiele wurden schon gestartet

„Wir werden versuchen, zumindest alle Vorrundenspiele nach dem 31. Januar so früh als möglich zu spielen, um in dieser Saison eine Wertung zu ermöglichen. Natürlich ist es unser Bestreben, die Rückrunde, wenn auch zeitversetzt, zu spielen“, hatte PTTV-Präsident Heiner Kronemayer bereits Ende Dezember in einem Schreiben an die Clubs angekündigt.

Das wurde nun schneller umgesetzt als vermutet. Bereits seit 27. Januar wurden die ausstehenden Vorrundenspiele gestartet. „Ich finde es gut, denn die meisten wollen ja spielen, und Tischtennis ist nicht der große Pandemietreiber“, meint Muhrer. Eine vorgegebene Terminierung von Spielen gibt es aber nicht.

Hoffnung und Verunsicherung

„Wir möchten alle Vereine um aktive Mithilfe bitten, die Vorrundenspiele der Saison 2021/22 möglichst bis zum 20. Februar einvernehmlich in eigener Regie durchzuführen“, teilt der Pfalzverband mit. „Es ist außerordentlich wichtig, die offenen Vorrundenspiele abzuschließen, um eine verwertbare Halbrunde zu generieren“, ist in dem Schreiben weiter zu lesen.

„Ich kann mit der Entscheidung gut leben und hoffe auch, dass die Rückrunde noch zustande kommt“, meint Stefan Leist vom TuS Bobenheim am Berg, der immer am Puls der Zeit Hygienekonzepte umgesetzt oder verbessert hat. „Es wäre schön, wenn wir sportlich wieder aktiv werden können, auch ohne größere Probleme. Aber alle sind etwas verunsichert“, merkt Leist an. Angesichts der bislang doch etwas milderen Omikron-Variante des Coronavirus blickt er dennoch hoffnungsvoll nach vorne.

„Die Rückrunde kann ja mal angefangen werden und mal sehen, wie weit man kommt“, sagt auch Wachenheims Wolfgang Muhrer. Er schlägt in die gleiche Kerbe wie Leist und würde die weitere Runde ebenfalls gern flexibel gestalten.

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