Bad Dürkheim Nach Automaten-Sprengungen: Noch viele Fragen offen

Die Täter schlugen in der Nacht zum Donnerstag zu.
Die Täter schlugen in der Nacht zum Donnerstag zu.

Am frühen Donnerstag haben Unbekannte die Geldautomaten zweier Banken im Bad Dürkheimer Gewerbegebiet im Bruch gesprengt. Auch am Tag nach der Tat gibt es mehr Fragen als Antworten.

Um 2.57 Uhr und um 2.59 Uhr haben die Täter nach Angaben der Polizei die Automaten der Vereinigten VR Bank Kur- und Rheinpfalz sowie der Sparkasse Rhein-Haardt in der Bruchstraße gesprengt und hohen Sachschaden an den beiden Gebäude verursacht, in denen die SB-Terminals untergebracht waren.

Das genaue Ausmaß des Schadens ist auch am Freitag noch unklar. „In einer groben Schätzung gehen wir von insgesamt 270.000 Euro an beiden Gebäuden aus“, erklärt Pressesprecherin Hannah Berens vom Polizeipräsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen auf Nachfrage. Wer hinter der Sprengung steckt, ist ebenfalls weiter unklar. „Uns liegen derzeit keine konkreten Hinweise vor, wir ermitteln aber in alle Richtungen“, erklärt sie. Mehr kann die Polizei zu diesem Fall momentan nicht mitteilen.

Dauer der Reparaturen noch unklar

„Wichtig ist, dass keine Menschen zu Schaden kamen“, betont Andreas Ott, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse. „Zur genauen Höhe des Sachschadens können wir noch nichts sagen, zumal wir dort ja nur Untermieter sind“, erläutert er. Das gelte auch für die Dauer der Reparaturen. Denn die hänge nicht zuletzt von unterschiedlichen Lieferketten und anderen Faktoren ab. So müssten Handwerker gefunden werden, die wiederum bestimmte Materialien brauchten und erst mal Zeit haben müssten. Zudem müssten neue Geldautomaten beschafft und angeschlossen werden.

Erwägt die Sparkasse, die Anzahl ihrer Geldautomaten zu verringern, den Kriminellen so weniger Angriffsziele zu bieten? „Nein, das haben wir nicht vor“, beruhigt Ott. „Über Standorte entscheiden wir nicht auf Grundlage von Sprengungen, sondern anhand der Nutzung durch unsere Kunden. Und wir werden weiter Geldautomaten brauchen.“ Schränkt die Sparkasse nun die Öffnungszeiten weiter ein? Erneut verneint der Vorstandschef. Genau das sei von den Banken lange gefordert worden, doch offensichtlich nutze es nichts. „Der Automat wurde ja jetzt während der Schließzeit gesprengt.“ Daneben hebt er hervor, wie gut organisiert die Täter augenscheinlich waren: Sie hätten immerhin parallel zwei SB-Terminals gesprengt und seien sehr schnell verschwunden.

Die VR Bank war für eine Stellungnahme noch nicht zu erreichen.

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