Kreis Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Nächste Schritte für Digitalpakt an Schulen

Digitale Infrastruktur an Schulen: Gerade in Corona-Zeiten ist das wichtig.
Digitale Infrastruktur an Schulen: Gerade in Corona-Zeiten ist das wichtig.

Für gleich sieben weiterführende Schulen gibt der Kreis für die nächsten Schritte für den Digitalpakt insgesamt rund 404.000 Euro aus. Das hat der Bauausschuss des Kreises beschlossen. Auch Auftragsvergaben für die Integrierte Gesamtschule Deidesheim/Wachenheim waren ein Thema.

Kurios und doch logisch: Alle Schulen werden vom gleichen Anbieter bearbeitet, dem Planungsbüro Prinz in Haßloch. Dafür nennt Beigeordneter Sven Hoffmann (CDU) mehrere Gründe: Die aktuelle Ausschreibung betrifft die Phasen fünf bis neun des Digitalpakts. Das Planungsbüro hat schon die Phasen eins bis vier bearbeitet. Außerdem ist das Büro grundsätzlich oft in Schulen im Kreis im Einsatz „und wir haben damit nur gute Erfahrungen gemacht“, betont Hoffmann. Drittes Argument: Das Planungsbüro gewährte dem Kreis 21 Prozent Nachlass auf den jeweiligen Gesamtpreis, weil es die Vorplanung gemacht hat und auch die Liegenschaften aus vorherigen Planungen kennt. Aus diesen Gründen und weil das Volumen der einzelnen Aufträge einen Schwellenwert unterschreite und deshalb kein offenes Ausschreibungsverfahren stattfinden müsse, verhandelte die Verwaltung mit dem Haßlocher Büro – mit zufriedenstellendem Ergebnis, wie Hoffmann erklärt: „Wir sehen uns von der Qualität her und mit dem Rabatt auf dem besten Weg.“

Auf Nachfrage von Ralf Werry (FDP) bestätigte Hoffmann, man sei sicher, dass das Planungsbüro die Kapazitäten habe, um die erforderlichen Planungen für die Schulen erledigen zu können, „sonst hätten wir das nicht vorgeschlagen“.

Im Digitalpakt, der in einer Bund-Länder-Vereinbarung im Mai 2019 in Kraft getreten ist, soll die digitale Bildungsinfrastruktur und die Digitalisierung der Schulen vorangetrieben werden – in Zeiten von Corona ein immer wichtigeres Thema.

Förderfähig sind Breitbandanschlüsse für Schulen, IT-Lösungen wie Lernplattformen, Schulportale, Schulcloud- oder Serverlösungen. Auch die professionelle Administration und Wartung der Schul-IT-Infrastruktur und die Dienstleistungen wie Planung, Durchführung und Installation, die nötig sind, um IT-Infrastrukturen in Betrieb nehmen zu können.

78.000 Euro für Elektroarbeiten in Wachenheim

In den Schulen müssen dafür die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden, und zwar in Bad Dürkheim am Werner-Heisenberg-Gymnasium (rund 62.000 Euro), an der Carl-Orff-Realschule plus (rund 47.000 Euro) und an der Berufsbildenden Schule (knapp 53.000 Euro), in Haßloch am Hanna-Arendt-Gymnasium (rund 67.000 Euro) und an der Siebenpfeiffer-Realschule plus (rund 57.000 Euro), in Lambrecht an der Realschule plus am Speyerbach (rund 45.000 Euro) sowie an der IGS Grünstadt (rund 73.000 Euro).

An der IGS am Standort Wachenheim werden rund 78.000 Euro für Elektroarbeiten ausgegeben, die in Zusammenhang mit der energetischen Sanierung des Gebäudes stehen. Dabei geht es um Sonnenschutz, Blitzschutz und die Erdungsanlage. Weitere knapp 48.000 Euro werden für Gerüstbauarbeiten benötigt, um oben genannte Elektro-, aber auch für Dachdeck-, Metallbau- und Verglasungsarbeiten ausführen zu können.

Alle Entscheidungen befürworteten die Ausschussmitglieder in virtueller Sitzung einstimmig ohne Enthaltung.

x