Bad Dürkheim Musik, Wort und Spiel
Der Kulturverein Wachenheim wird ab 2018 sein Programm jeweils nur noch für etwa ein halbes Jahr im voraus planen, kündigt Martin Pfeiffer, Vorsitzender des Kulturvereins, an. „Ansonsten gibt es doch immer wieder nur Veränderungen“, nennt Pfeiffer als Grund. Nichts daran ändern wird sich, dass Konzerte, Ausstellungen, Vorträge und Studienfahrten auf dem Programm stehen. Lange Jahre hatte sich der Kulturverein außerdem dafür eingesetzt, dass in der Stadt eine Plastik aufgestellt werden kann. Am 10. September war es soweit, die Stele „Pan mit Flöte und Weinschlauch“ von dem Bildhauer Thomas Duttenhoefer wurde am Pfortenstück enthüllt. Mit einem Vortrag des Europaabgeordneten der Grünen Sven Giegold über „Europas Zukunft – die Europäische Union am Scheideweg“ am 16. Januar, 20 Uhr, in der Lutherischen Kirche beginnt das Jahresprogramm des Kulturvereins Wachenheim. Fester Punkt im Programm ist ein Neujahrskonzert, in diesem Jahr spielte das Johann-Strauß-Orchester-Kurpfalz, im kommenden Jahr werden am 21. Januar, 11 Uhr, das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt und die Sopranistin Maryana Zuzbko im Palais der Sektkellerei Schloss Wachenheim zu hören sein. „Wir legen Wert auf ein hochkarätiges Programm“, betont Pfeiffer. Es gebe in der Region inzwischen ein sehr breites Angebot, „wir wollen, dass die Leute sagen, wir gehen zum Kulturverein Wachenheim, der hat ein attraktives Angebot“. Stolz ist Pfeiffer darauf, dass der Kulturverein Wachenheim „Kabarettisten der höchsten Klasse“ präsentieren kann. Am 10. März kommt Max Uthoff, der unter anderem aus der ZDF-Sendung „Die Anstalt“ bekannt ist, in das Palais der Sektkellerei. 2016 hat der Pianist Professor Justus Frantz erstmals in Wachenheim gastiert. Am 31. August kommt er zu einem Klavierabend in die Kulturscheune beim Weingut Bürklin-Wolf. Auf dem Programm des Kulturvereins Wachenheim stehen außerdem die traditionelle Ostereier-Ausstellung und eine Fahrt zur Cézanne-Ausstellung nach Karlsruhe. Geplant ist unter anderem ein Konzert mit dem Straßburger Akkordeon-Spieler Marcel Löffler. Im Badehaisel in Wachenheim steht 2018 ein kleines Jubiläum an, seit 35 Jahren sind Veranstaltungen in dem ehemaligen Badehaisel am Wachenheimer Weiher. Aus diesem Anlass plane der Badehaisel-Verein „kleine Aktionen, die alle etwas mit 35 zu tun haben“, verrät Felix Hammann, einer der Aktiven des Vereins. „Wir suchen Sponsoren für 35 Liegestühle“, nennt Hammann ein Beispiel. Die 35 Jahre sind aber auch Grund für ein Problem, mit dem der Verein seit einiger Zeit zu kämpfen hat. Die Mitglieder der Gruppe, die das kulturelle Programm im Badehaisel einst gestartet hat, sind älter geworden. Viele sind aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr dabei. Zwar sind neue gekommen, „doch die Zahl der Aktiven ist knapp“, sagt Hammann. Feste Einrichtungen sind eine Jam-Session immer am vierten Mittwoch des Monats und eine Offene Bühne immer am zweiten Mittwoch des Monats. Beide Veranstaltungen laufen weitgehend in Eigenregie von Musikern. Die Jazz-Jamsession finde beim Publikum sehr gute Resonanz, bei der Offenen Bühne laufe es nach zähem Start inzwischen ganz gut. Bis einschließlich 27. Februar ist die Badehaisel-Kneipe geschlossen. Für diese Zeit seien auch einige Renovierungen geplant. Trotzdem ist an dem Wochenende 16. bis 18. Februar die Kultveranstaltung Cine cum Vinum, es ist bereits das 15. Kurzfilm-Festival mit Weinprobe. Der 28. Februar, an dem nach Urlaub und Renovierung wieder geöffnet ist, ist der vierte Mittwoch im Monat und damit Tag der Jam-Session. Für 6. Mai ist ein Konzert mit dem Lulu Weiß Ensemble geplant. Wenn das Wetter mitmacht, wird die Sinti-Jazzgruppe im Freien auftreten. Der niederländische Jazz-Pianist und Keyboarder Jasper van’t Hof kommt schon seit vielen Jahren immer wieder ins Badehaisel. Am 25. Mai spielt er mit dem Schweizer Perkussionisten Reto Weber im Badehaisel. Weber wird wahrscheinlich auch einen Workshop in der IGS Deidesheim-Wachenheim geben. Geplant seien auch Konzerte mit dem Jazz-Pianisten Richie Beirach und mit dem Frankfurter Trio Galler Will Pötsch, das Avantgarde-Jazz spielt, die Termine stehen aber noch nicht fest, sagt Hammann. Sicher ist dagegen, dass sich der Badehaisel-Verein am 21. und 22. Juni wieder am Creole Sommers Rhein-Neckar beteiligen wird. „Zum Programm wird auch noch das ein oder andere dazu kommen, wenn sich eine Gelegenheit bietet, schnappen wir kurzfristig zu“, sagt Hammann. Veränderungen stehen auch beim Verein KuKiE – Kultur und Kunst in Ellerstadt an. Das Blues-Festival „Mission in Blues“, bisher alljährliches Highlight im Oktober, wird nur noch im zweijährigen Rhythmus, das nächste Mal 2019, angeboten, kündigt KuKiE-Vorsitzender Sam Sommer an. „Wir wollen mehr Zeit für die Organisation anderer Veranstaltungen haben“, nennt Sommer als Grund. So startet KuKiE zwei neue Veranstaltungsreihen. Laubenstein: „Wir müssen reden!“ heißt eine dieser Reihen. Es ist dies eine monatliche offene Gesprächsrunde, die von Harald Laubenstein organisiert und moderiert wird. Geredet werden soll über Themen aus dem Dorfleben oder über aktuelle gesellschaftliche oder wissenschaftliche Themen. Erstmals geredet wird am 9. Januar, 20 Uhr, im Ellerstadter Bürgerhaus. Lyrik für jedermann heißt die zweite neue Reihe. Bei den von Gila von Vietsch organisierten Treffen kann man vorlesen, vorlesen lassen oder zuhören. „Mein Lieblingsgedicht“ ist das Motto des ersten Treffens am 13. März, 20 Uhr, im Backsteinhof in Ellerstadt. Fortgesetzt werden die Blues Sessions mit der El Ville Blues Band und musikalischen Gästen, einmal im Monat donnerstags in der Scheune der Weinstube Ultes. Die Sängerin Sandie Wollasch und der Gitarrist Stephan Ullmann sind die musikalischen Gäste bei der ersten Blues Session des Jahres am 18. Januar. Auch Schallplattenabende und Poetry-Slam stehen wieder auf dem Programm. Irischer Abend, Filmabend, Improvisationstheater sind einige der weiteren geplanten Veranstaltungen. Für 3. Mai ist ein Sonderkonzert in der Weinstube Ultes geplant, bei dem das Duo Stefan Kahne und Nosie Katzmann sein neues Album präsentieren wird.