Tischtennis
Muhrer holt Silber bei Südwestmeisterschaft
Dabei war für das pfälzische Duo, das nur einmal zusammen trainiert hatte, der große Wurf drin. Nach verlorenem ersten Satz erspielten sie sich im zweiten Durchgang einen Satzball, konnten diesen aber nicht nutzen und gaben das Set mit 11:13 ab. Auch das dritte Set ging in die Verlängerung, doch das nötige Quäntchen Glück hatten die Gegnerinnen, die erneut mit 13:11 gewannen und sich somit die Goldmedaille holten.
Annika Muhrer war glücklich. „Ich hätte nie und nimmer erwartet, dass ich bei einer Südwestmeisterschaft einmal eine Medaille gewinne würde. Dass wir das Endspiel verloren haben ist zwar schade, aber auch irgendwie gar nicht so schlimm. Wir haben Silber gewonnen, nicht Gold verloren“, bilanzierte die sympathische Linkshänderin, die für den TuS in der 2. Pfalzliga Ost der Damen aktiv ist.
Nur Einzel-Spielerinnen fahren zu Deutscher Meisterschaft
Die Doppel-Vizemeisterinnen nehmen aber nicht an den Deutschen Meisterschaften teil. Dorthin fahren nur die besten vier Einzel-Spielerinnen. Und da kam für Muhrer das Aus schon in Vorrunde. Zwar war sie gegen Maya Bangel vom rheinhessischen RSV Klein-Winternheim klar mit 3:0 Sätzen erfolgreich, doch zwei 0:3-Niederlagen gegen Jona Schroeder und Jolina Morres (TTSV Saarlouis-Fraulautern) bedeuten als Gruppendritte das vorzeitige Ende.
Im Gemischten Doppel agierte Muhrer an der Seite von Parth Weikar (TSG Kaiserslautern). Obwohl nicht wirklich aufeinander eingespielt, besiegten sie in der ersten Runde die rheinländische Kombination Celine Wagener/Phil Schweitzer (DJK Betzdorf/TuS Weitefeld-Langenbach) mit 11:8, 7:11, 12:10 und 12:10. Den favorisierten Joanna Schroder und deren Partner Til Sander (TTC Berus/ Saarland) lieferte sie einen tollen Kampf, unterlagen aber am Ende mit 9:11, 7:11, 11:8 und 11:8.
Jugendwart Speth beeindruckt von Muhrers Leistung
Der Jugendwart des Pfälzischen Tischtennis-Verbandes Michael Speth war beeindruckt von Muhrers Leistung. „Sie hat an beiden Tagen hervorragend gespielt. Daran ändert auch das Ausscheiden im Einzel in der Vorrunde nichts. Im Doppel hat sie ihre Möglichkeiten als Linkshänderin nahezu optimal genutzt und mit Katharina Bruck sehr gut harmoniert. Dass nicht alle Bewegungsabläufe zu 100 Prozent funktionieren konnten, war klar, da beide nur einmal gemeinsam trainiert hatten. Umso bemerkenswerter ist diese großartige Leistung.“