Bad Dürkheim Mit iPad oder Buch in die fünfte Klasse
Der demografische Wandel macht sich in den weiterführenden Schulen bemerkbar, aber noch keineswegs dramatisch. „Alles gleichgeblieben – keine Einbrüche“, heißt es am Dürkheimer Werner-Heisenberg-Gymnasium (WHG). Pressesprecher Hanns Franken berichtet von 102 Schülern in vier Klassen. Eine „bilinguale“ Klasse erhalte zusätzlichen Unterricht in Englisch, damit später ausgewählte Sachfächer in dieser Sprache unterrichtet werden könnten. Eine weitere Gruppe Fünftklässler starte mit Französisch als erster Fremdsprache. Flüchtlinge spielen laut Franken am Gymnasium zahlenmäßig keine Rolle. Mit 112 Anmeldungen – davon sieben dem Förderschwerpunkt entsprechend mit sonderpädagogischem Bedarf – kann Georg Dumont, Schulleiter der Integrierten Gesamtschule (IGS) Deidesheim/Wachenheim, ebenfalls vier Klassen bilden. Dass die Zahlen etwas rückläufig sind, bedauert er insofern nicht, als auf diese Weise weniger Ablehnungen verschickt werden müssen. Drei Viertel der Bewerber seien aufgenommen worden. Für die Jahrgangsstufe elf hätten sich 64 Schüler angemeldet – genug, um eine stabile Oberstufe mit allen drei Profilen (Globalisierung/Umwelt/Kultur) zu bilden. Hier sieht Dumont allerdings noch Luft nach oben und plant, die Werbemaßnahmen vor allem Richtung Haßloch zu verstärken. Die Kapazitätsgrenzen sind dagegen bei der Aufnahme von Flüchtlingen erreicht: 21 wurden im Laufe des Schuljahres integriert. Achim Walk, Leiter der Carl-Orff-Realschule (COR) Plus in Bad Dürkheim, kann trotz der mit 55 Anmeldungen leicht rückläufigen Zahlen wieder drei Eingangsklassen bilden. „Im Prinzip ist das konstant“, so seine Einschätzung. Erfahrungsgemäß wechselten beim Übergang in die siebte Klasse etliche Kinder noch von der Orientierungsstufe des Gymnasiums an die Realschule. Neuheit im nächsten Schuljahr werde sein, dass eine der Eingangsklassen als iPad-Klasse starte. Bisher ergänzt dieses Medium seit drei Jahren die traditionellen Schulbücher und Hefte erst in einer der zehnten Klassen. Gleichzeitig hat Walk den Eindruck, dass bei den Infoveranstaltungen im Frühjahr auch weiterhin das traditionelle Musikprofil der Schule überzeugt habe. Im neuen Schuljahr werden etwa 30 Flüchtlinge an der Schule sein. Petra Guth, Rektorin der Realschule Plus in Weisenheim am Berg, freut sich über 44 Anfänger, die sich ideal auf zwei Klassen verteilen lassen sollten. Gegen den demografischen Trend seien das sogar mehr als im Vorjahr. Neu an der Schule sind rund 30 Flüchtlingsschüler. An der Berufsbildenden Schule (BBS) wird es in Berufsfachschule und Höherer Berufsfachschule bei den bisherigen sieben beziehungsweise vier Eingangsklassen bleiben. Angesichts der laut Schulleiter Stephan Hardt steigenden Nachfrage nach Plätzen im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) ist es der Schule gelungen, Personal und Räumlichkeiten für eine zusätzliche Klasse zu organisieren. In fünf statt wie bisher vier Fachrichtungen erhalten so weitere 16 junge Menschen die Chance, zur Berufsreife zu gelangen. Mit dem Schwerpunkt „Sprache“ stehen im BVJ außerdem 40 Plätze in zwei Klassen für Flüchtlinge zur Verfügung. „Auch die sind praktisch alle bereits belegt“, so Hardt.