Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Michael Möckel trifft seinen alten Verein

Rene Mika (links) und der FC Leistadt wollen endlich den ersten Sieg in der neuen Spielklasse einfahren.
Rene Mika (links) und der FC Leistadt wollen endlich den ersten Sieg in der neuen Spielklasse einfahren.

Das Derby der Fußball-B-Klasse Rhein-Mittelhaardt Nord zwischen dem sieglosen Aufsteiger FC Leistadt und dem TuS Wachenheim am Sonntag, 15.30 Uhr, ist für beide Mannschaften richtungsweisend. Und für einen Protagonisten ist es eine Reise in die Vergangenheit.

Bad Dürkheim. Gemeint ist der Leistadter Trainer Michael Möckel, der in grauer Vorzeit in Diensten der Wachenheimer stand. „Das müsste so in der Zeit zwischen 2002 und 2007 gewesen sein“, sagt Möckel nach einer Pause des Nachdenkens. Er sei erst als Spieler unter dem Coach Fritz Euler mit dem TuS in die B-Klasse aufgestiegen und war danach auch selbst Trainer des TuS gewesen. Der seit wenigen Tagen 54 Jahre alte Möckel hat heute noch einen guten Draht nach Wachenheim. „Es gibt viele, die ich kenne. Trotzdem brauchen wir die Punkte“, lenkt der Coach den Fokus auf die Partie am Sonntag.

Mit den Leistungen der Mannschaft ist der Übungsleiter unter dem Strich zufrieden. Trotz der null Punkte ist dies kein Widerspruch. „Uns fehlen ein Erfolgserlebnis und das Quäntchen Glück. Was nicht stimmt, sind die Ergebnisse“, hat Möckel analysiert. Auch bei der 0:3-Pokalniederlage gegen den sonntäglichen Gegner sei Leistadt unter Wert geschlagen worden. Umso wichtiger sei es, endlich den ersten Sieg einzufahren, damit das Team nicht den Glauben an sich verliere.

Der Trainer hofft, dass Jan Philips und Christian Roser wieder mitwirken können. Dann könne der FCL vielleicht auch etwas offensiver agieren. 4-4-2 oder 4-1-4-1, das sind die beiden Systeme, die Möckel favorisiert. Gut für Leistadt, dass sich bei Kapitän Nils Schmitt die Befürchtung, er könnte sich einen Kreuzbandriss zugezogen haben, als Trugschluss erwies. Er mischte beim Spiel in Ellerstadt schon wieder mit. „Ich bin froh, dass meine beiden Haudegen die Mannschaft mitreißen“, sagt Möckel und meint den starken Innenverteidiger Tobias Grübel und den vielseitig einsetzbaren Christian Wahl. Der Coach hat Respekt vor der Wachenheimer Konterstärke.

Der TuS kommt mit einem 7:0-Sieg gegen Königsbach im Rücken. „Die Reaktion der Mannschaft auf vorherige schwache Auftritte war prima. Aber sie darf keine Eintagsfliege bleiben“, fordert TuS Trainer Michael Acker. Der 51-Jährige kennt seine Pappenheimer, die gerne mal einen Gegner auf die leichte Schulter nehmen. „Wenn wir am Sonntag nicht voll konzentriert auftreten, stattdessen den Gegner an seinen null Punkten messen, holt Leistadt den ersten Sieg“, warnt Acker.

Gegen eine Niederlage sprächen einige Punkte. Zum Beispiel die gute Trainingsleistung in dieser Woche. Oder die große Personalauswahl, die schon gegen Königsbach dazu führte, dass sieben Mann die Bank drückten. Oder die elegante Lösung, den fehlenden zweiten Torwart zu kompensieren. „Maximilian Kolb hat Knieprobleme. Deshalb stellt er sich für das Tor zur Verfügung“, informiert der Coach. Im Training mit Stammkeeper Patrick Stephan verrate der etatmäßige Feldspieler ein gewisses Talent und hinterlasse einen guten Eindruck.

Das Ziel, im oberen Drittel mitzumischen, haben die Wachenheimer noch längst nicht zu den Akten gelegt. „Es ist eine kurze Runde mit nur 20 Spielen. Da dürfen wir nichts mehr verschenken“, betont Acker, den die Auftaktniederlage bei der SG Dannstadt/Rödersheim noch immer wurmt. Motivieren für das Derby müsse er sein Team nicht.

Tagestipp

Leistadts Trainer Michael Möckel 2:1

Wachenheims Trainer Michael Acker 0:3

RHEINPFALZ-Mitarbeiter Thomas Leimert 3:4.

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