Bad Dürkheim Müller kehrt zum Libero zurück
«BAD DÜRKHEIM.» Das Spitzenspiel des sechsten Spieltages der Fußball-C-Klasse Rhein-Mittelhaardt Nord steigt heute, Samstag, um 16 Uhr beim FC Leistadt. Der Tabellenzweite empfängt den TV Gönnheim, der derzeit Rang drei belegt, aber ein Spiel weniger ausgetragen hat. Beide Teams sind noch unbesiegt.
„Die Mannschaft weiß, um was es geht. Auch wenn wir kein allzu schweres Auftaktprogramm hatten, ist die Punktausbeute ordentlich“, bilanziert Leistadts Trainer Michael Möckel den Start. Was den Coach viel mehr beschäftigt, ist der langfristige Ausfall zweier Leistungsträger. Mittelstürmer Philipp Winkenbach hat sich beim Spiel in Mußbach einen Kreuzbandriss zugezogen, als er im Rasen hängenblieb. Und Innenverteidiger Tobias Schmidt brach sich in Neuhofen den Außenknöchel. Beide seien trotz eines 25-Mann-Kaders schwer zu ersetzen und werden monatelang fehlen. „Ich versuche das mit Verschiebungen innerhalb des Teams zu kompensieren“, erläutert der Coach. Auch wenn es bislang mit elf Zählern aus fünf Partien gut läuft, bleibt Möckel vorsichtig. „Wir wollen oben mitspielen, unter den ersten Fünf landen, aber von Aufstieg ist keine Rede“, betont der Trainer. Zum einen versuche dies der FCL schon seit Langem ohne Erfolg, andererseits müsste das Team in der B-Klasse verstärkt werden. „Meine Mannschaft spielt gegen gute Gegner stark, passt sich aber schwächeren Teams an“, hat Möckel erkannt und nennt als Beispiel die letzte Partie gegen den FV 21 Haßloch. Da habe das Team nach dem schnellen 2:0 zurückgesteckt und sei erst nach dem Anschlusstreffer wieder aufgewacht. Auch nach dem 3:1 baute Leistadt wieder ab. Gegen Gönnheim gehe ein solcher Auftritt zwangsläufig in die Hose. Meiko Müller, der Coach des TVG, lässt sich vom guten Start nicht blenden: „Gegen Deidesheim III haben wir zwar gewonnen, aber erst nach den nächsten beiden Auswärtspartien in Leistadt und Neuhofen wisse man, wohin die Reise geht.“ Müller ist wieder zum alten System mit Libero und zwei Verteidigern zurückgekehrt. „Das Spiel mit der Viererkette war problematisch, da war ich nicht zufrieden. Mir hat vor allem die Vorwärtsbewegung nicht gefallen, zumal wir weniger Chancen kreiert haben als zuvor“, erklärt der Trainer seinen Entschluss. Ein Grund für die derzeitigen Leistungen der Gönnheimer ist der vergrößerte Kader, der dem Coach mehr Variationsmöglichkeiten bietet. Das hat zum Beispiel das Gönnheimer Urgestein Klaus Ziedek erfahren müssen. Der Dauerbrenner saß zuletzt zweimal auf der Bank. Und Nils Stetter, Routinier und spielender Co-Trainer, der die Partie gegen Schöntal verpasst hat, habe keineswegs einen Freifahrtschein. „Es gibt nach einem 8:0-Erfolg keine Grund, groß etwas zu verändern. Ich weiß noch nicht, ob Nils spielt“, lässt sich Müller nicht in die Karten schauen. Die Gönnheimer haben sich offensichtlich gut verstärkt. Zum Beispiel mit den beiden Maxdorfern Marcel Lautenschläger und Harald Daitsche. „Harald kann zwar nicht jedes Tempo mitgehen, aber mit seiner Ballsicherheit hilft er uns enorm“, lobt Müller. Er glaubt, dass fünf, sechs Teams für die ersten beiden Plätze in Frage kommen. Tagesspiel FCL-Trainer Michael Möckel 2:1 TVG-Trainer Meiko Müller 1:2 RHEINPFALZ-Mitarbeiter Thomas Leimert 2:2