Bad Dürkheim Mächtig was los im Wald
«Bad Dürkheim.» Das TPL hatte für drei sportliche Disziplinen drei Strecken ausgelotet. Angefangen beim Mountainbike-Rennen der Erwachsenen über das „Kids Race“ bis hin zum Bergsprint. Während in den ersten beiden Disziplinen mit Mountainbikes auf Waldwegen gefahren wurde, kämpften sich beim Bergsprint neun Rennrad-Fahrer auf Asphalt die Straße hinauf. Nicht nur rauf, sondern auch runter ging es beim Rennen „Rund um den Funkturm“ der Erwachsenen. „Es war eine anspruchsvolle Strecke mit schweren Stellen und einem ständigen Auf-und-ab“, beschreibt TPL-Jugendwart Felix Meermann das um 12 Uhr gestartete Rennen. „Die Strecke ist mit 5,5 Kilometern doppelt so lang wie im letzten Jahr“, berichtet er weiter. Nach einer etwa 800 Meter langen Einführungsrunde wurde die gesamte Strecke drei Mal abgefahren. Vom Start an der Lindemannsruh am Funkturm vorbei bis zum Ungeheuersee und zurück zum Ausgangsort. Zehn Starter nahmen teil. Mit der Länge des Kurses hatte einer von ihnen offenbar am wenigsten Probleme: Christian Lemke war es, der als Erster vor Thomas Giese und Carsten Räch die Ziellinie überquerte. Im anschließenden „Kids Race“ durften sich Kinder und Jugendliche im Pfälzerwald auf ihren Mountainbikes verausgaben. Auf der auf drei Kilometer verkürzten Strecke fuhren knapp 20 Jugendliche und Kinder. „Zum ersten Mal können wir auch eine Mädchenwertung aufnehmen“, berichtet Meermann stolz. Denn mit Annelie Steinbach und Maya Giese waren zwei Mädchen bei der U10-Wertung am Start. Bei den Jungen wurden die Ergebnisse ebenfalls aufgeteilt in die Altersklassen U17 und U10. In der U17 setzte sich Finn Gläser an die Spitze und überfuhr vor Marc Rings und Amando Vogel die Ziellinie. Die U10-Jungs fuhren nur zwei, statt drei Runden. Gewinnen konnte Niel Gläser, gefolgt von Leo Heitel und Oscar Schreiber. Beim Bergsprint waren neun Akteure am Start, sieben von ihnen waren Neulinge auf der 1,9 Kilometer langen Sprintstrecke von Höningen hinauf zum Forsthaus Lindemannsruh. „Die Steigungen reichen von vier Prozent bis zu zehn Prozent. Anfangs ist es recht flach, es wird aber steiler“, berichtet Alexander Keller vom TPL. Die rund zwei Kilometer lange Strecke wurde am schnellsten von Marko Hoffmann überwunden. Er benötigte nur 3:26 Minuten. Hinter ihm kamen Dirk Hörig und Julius Metz ins Ziel. „Einige hatten die Sprintstrecke mit in eine Ausfahrt integriert“, berichtet Keller. Die kurze Distanz spräche die Leute mehr an und sei gut für Einsteiger, meint der Jugendtrainer. „Die kurze Strecke ist ein guter Kompromiss“, ergänzt er. Denn lange Zeitfahrten sind für Anfänger eher nicht geeignet. Die Sieger der Wertungen durften sich nicht nur über einen Pokal und Urkunden freuen. Sponsor „Schwalbe“ hat dem TPL Reifen als Preise zur Verfügung gestellt. „Diese Reifen kosten das Stück 50 bis 60 Euro. Ich bin sehr glücklich über diese Unterstützung“, freut sich Meermann. Für alle Teilnehmer gab es außerdem Fahrradutensilien als Erinnerung an den Radsporttag zum Mitnehmen. „Wir haben Trinkflaschen, Kappen und Mantelheber bekommen“, sagte Hartmuth Hager, Vorsitzender des TPL. Die Kooperation kam durch ein ehemaliges Mitglied des TPL zustande, der nun im Schwalben-Team mitfährt, merkte Hager an. 25 bis 30 Helfer, überwiegend Vereinsmitglieder, machten es möglich, dass die Veranstaltung reibungslos verlief. Die Planungen starteten laut Hager bereits nach dem Walderlebnistag im September 2018. „Da haben wir die Logistik kennengelernt und haben festgestellt, dass wir das leisten können“, berichtet Hager, der auch 2020 einen Pfälzer Radsporttag ausrichten möchte.