Bad Dürkheim / Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Lob für disziplinierte Badegäste

Momentan dürfen maximal 320 Badegäste gleichzeitig ins Dürkheimer Salinarium.
Momentan dürfen maximal 320 Badegäste gleichzeitig ins Dürkheimer Salinarium.

Im Dürkheimer Salinarium herrscht seit der Öffnung am 2. Juni großer Andrang. Darüber freuen sich die Verantwortlichen ebenso wie über das Einhalten der Corona-Regeln seitens der Besucher. Auch im Wachenheimer Schwimmbad loben die Betreiber die Disziplin ihrer Gäste. Beide Bäder öffnen zudem früher.

„Bisher läuft alles sehr gut“, berichtet Salinarium-Betriebsleiterin Ira Schlömer. Die Gäste hielten sich an die Pandemie-Vorschriften und nicht zuletzt dank des überwiegend schönen Wetters in den vergangenen Wochen sei das Freibad permanent gut ausgelastet. Die Besucherzahlen überträfen die aus dem Vorjahr, als der Betrieb nach dem ersten Lockdown zum ersten Mal unter Corona-Bedingungen lief. „Das liegt aber auch daran, dass wir jetzt von Anfang an mit einem höheren Besucherlimit gestartet sind“, macht sie deutlich. Momentan dürfen maximal 320 Badegäste gleichzeitig ins Salinarium. Die genaue Anzahl könne aber schwanken. „Wir machen das auch vom Verhalten der Leute abhängig. Halten sich alle an die Regeln, können wir noch ein paar mehr Menschen ins Bad lassen“, erklärt die Betriebsleiterin.

Besucherampel im Einsatz

Trotz der Besucherampel auf der Website, die anzeigt, wie die aktuelle Lage ist, war der Andrang etwa am Wochenende vor einer Woche so groß, dass sich eine Warteschlange am Eingang bildete. „Wir haben im Eingangsbereich auf die Wartezeit hingewiesen. Es gab einige Personen, die länger warten mussten. Wer unbedingt ins Bad wollte, hat das in Kauf genommen. Gegen Abend hat sich die Warteschlange gelockert, da einige Gäste das Salinarium verließen, sodass die Wartenden hinein konnten“, beschreibt sie den Ablauf.

Da zunächst nur das Freibad öffnen durfte, haben sich ihr Team und sie entschlossen, die Öffnungszeiten um eine Stunde vorzuverlegen. So können die Besucher das Salinarium nun schon um 8 Uhr aufsuchen, müssen es aber abends spätestens um 19 Uhr verlassen. „Denn wenn die Lichtverhältnisse sich verschlechtern, können sie nicht mehr ins Hallenbad ausweichen“, erläutert Schlömer die Überlegungen.

Ins Hallenbad dürfen nur Schulen und Vereine

Inzwischen erlaubt die Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes auch wieder das Öffnen von Hallenbädern. Die Möglichkeit nutzen die Dürkheimer nur teilweise. „Wir öffnen das Hallenbad erst mal nur für Schulen und Vereine. Sie haben in den vergangenen Monaten sehr gelitten und sollen so die Möglichkeit bekommen, sich für Unterricht oder Training frei zu entfalten und eventuell mit einigen extra Einheiten auch Rückstände aufzuholen“, erklärt sie. Außerdem finden im Hallenbad die Schwimmkurse des Salinariums statt, die bereits ausgebucht sind. „Die arbeiten wir jetzt Stück für Stück ab, da auch wir hier noch Rückstand vom vergangenen Jahr aufholen müssen.“

Ihr zufolge sprechen noch weitere Gründe dagegen, das Hallenbad für die Öffentlichkeit wieder zu öffnen. „Dafür gelten andere Regeln als für den Freibadbereich. So ist zum Beispiel der Zutritt zum Hallenbad nur mit negativem Corona-Test erlaubt“, sagt Schlömer. Doch das Personal könne am Eingang nicht auch noch prüfen, wer getestet ist und wer nicht. „Und wir müssten das zusätzlich im Bad selbst beim Übergang vom Freibadbereich ins Hallenbad ständig kontrollieren. Das können wir nicht leisten“, veranschaulicht sie die Schwierigkeiten.

Fragen zum Baugeschehen

An der Therme-Baustelle und dem Lärm, der bei den Bauarbeiten zwangsläufig entsteht, störten sich die Besucher nicht. Diese Begleitumstände seien ja bekannt, zumal im Eingangsbereich und auf der Website darauf hingewiesen werde. „Die Besucher verfolgen das Ganze eher interessiert und stellen auch mal Fragen zu dem, was da passiert“, berichtet sie.

Zu Schlömers großer Erleichterung blieben sowohl das Salinarium als auch die Therme-Baustelle von dem schweren Unwetter am Donnerstag verschont. „Das war morgens unsere erste Befürchtung. Aber bei der Überprüfung des Gebäudes fanden wir glücklichweise keine Schäden“, informiert sie.

Eine Stunde früher

Auch in Wachenheim haben die Verantwortlichen beschlossen, das Freibad eine Stunde früher zu öffnen. Daher können die Besucher hier schon ab 11 statt wie vergangenes Jahr erst ab 12 Uhr das kühle Nass genießen. Das komme den Alltagsschwimmern zugute, die einfach nur ihre Bahnen ziehen wollen. „Bislang läuft alles normal. Wir haben auch nicht den Mega-Andrang. Bei uns geht es gesittet und überschaubar zu“, fasst Volker Metz von den Stadtwerken, die das Schwimmbad betreiben, die Lage zusammen. Während die Besuchergrenze von höchstens 180 Personen gleichzeitig eher selten erreicht werde, „sind unsere Schwimmkurse bereits komplett ausgebucht“.

Die Regeln seien dieselben wie 2020, die Gäste damit vertraut. „Sie haben zu 99 Prozent Verständnis für die Maßnahmen, die wir ergreifen mussten.“ Vereinzelte Ausnahmen gebe es natürlich hin und wieder – wie überall. Doch die Menschen wüssten zu schätzen, dass das vergleichsweise kleine Schwimmbad auch in diesen schwierigen Zeiten öffnet. „Dafür haben wir Lob bekommen“, erzählt Metz.

x