Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel „Lindenbrunnencarré“ steht in den Startlöchern

So sollen die Neubauten einmal aussehen.
So sollen die Neubauten einmal aussehen.

Das große Bauprojekt am Königswingert/Am Lindenbrunnen startet in den kommenden Wochen mit dem Abriss der Halle der ehemaligen Firma Scharfenberger. Auf dem Areal werden vier Wohn- und Geschäftshäuser gebaut.

Laut Volker Eckl von der Projektgesellschaft Wachenheim soll der mehrfach verschobene Abriss der Scharfenberger Halle bald beginnen. Nachdem der Wachenheimer Stadtrat nach langer Diskussion im Juni 2020 dem Lindenbrunnen-Carré sein Einvernehmen erteilt hatte, stand den Investoren der Projektgesellschaft nichts mehr im Weg, auf dem ehemaligen Scharfenberger-Gelände ihr Bauprojekt zu realisieren. Allerdings haben sich Abriss und Baubeginn immer wieder verzögert, da die Pandemie und die langwierige Bearbeitung der eingereichten Bauanträge sowie die Vergabeverhandlungen mit Baufirmen zu erheblichen Verzögerungen geführt haben. Nun soll das über zehn Millionen Euro teure Bauvorhaben mit dem Abriss der Halle beginnen und mit den eigentlichen Bauarbeiten im Februar fortgesetzt werden.

Auf dem etwa 3000 Quadratmeter großen Areal werden vier Wohn- und Geschäftshäuser mit insgesamt 17 Eigentumswohnungen mit Größen von 66 bis 140 Quadratmetern Wohnfläche errichtet. Außerdem ziehen die Sparkasse Rhein-Haardt, eine Arztpraxis, ein Physiotherapeut sowie ein Reha- und Pflegezentrum in die neuen Räumlichkeiten. Eine Tiefgarage mit 37 Stellplätzen soll ebenfalls errichtet werden Die Bauherren rechnen damit, dass das gesamte Projekt im Sommer 2023 fertiggestellt sein wird.

Das Bauvorhaben ist in Wachenheim umstritten. Anwohner hatten mehr als 200 Unterschriften gesammelt und Einwände eingelegt, um gegen das Maß der Bebauung vorzugehen. Denn sie hielten ein dreistöckiges Gebäude mit einer Firsthöhe von elf Metern für zu massiv. Außerdem wurde befürchtet, dass es zu hohen Lärm- und Verkehrsbelastungen kommen werde und die vorhandenen Parkplätze nicht ausreichten. Nach Gesprächen mit den Anwohnern hatten die Investoren ihre ursprünglichen Pläne geändert. Einige Geschosse sollten durch umlaufende Balkone weniger wuchtig wirken, an anderer Stelle kam aber ein zurückgesetztes halbes drittes Geschoss hinzu. Dafür musste ein überarbeiteter Bauantrag eingereicht werden. „Das ist etwas, was nicht von heute auf morgen geht, und wir mussten auf Wunsch der Kreisverwaltung noch ein paar Veränderungen vornehmen“, berichtet Volker Eckl, der froh ist, dass das Projekt nun endlich umgesetzt werden kann.

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