Bad Dürkheim Liebe zu Wein, Sekt & FCK
1991 hat Kalli Feldkamp den 1. FC Kaiserslautern zur deutschen Meisterschaft geführt. Inzwischen genießt er das Leben in Spanien und bei seiner Familie in Braunschweig. Am Samstag hat es den Fußballtrainer jedoch erneut in die Pfalz verschlagen: Hier hat er in der Sektkellerei Schloss Wachenheim seinen 85. Geburtstag nachgefeiert.
Seine Liebe zu Wein und Sekt aus Wachenheim hat der in Oberhausen geborene Erfolgscoach durch seinen Kumpel Gerhard Brenneis entdeckt. „Als wir 1990 mit den Roten Teufeln mit einem 3:2 gegen Werder Bremen Pokalsieger wurden, haben wir den Pott mit Sekt aus der Sektkellerei Schloss Wachenheim gefüllt“, erinnert sich der Westfale. Verantwortlich dafür war der damalige Vertriebsleiter Brenneis. „Das Sektschloss Wachenheim war der Sektsponsor und hat beim Sieger-Bankett für die prickelnden Momente gesorgt“, ergänzt der Wachenheimer, der schon seit Jahren im Vorstand der Wachtenburg Winzer für Vertrieb und Marketing verantwortlich ist und den seitdem eine tiefe Freundschaft mit Feldkamp verbindet. So war es fast naheliegend, dass Brenneis die Geburtstagsfeier organisierte und wesentlich mitgestaltete. Los ging es zunächst in der Genießer-Lounge der Winzergenossenschaft mit einem Gläschen Sekt, ehe die Weinprobe in den Kellern der Wachtenburg Winzer folgte. Am Abend erwartete Feldkamp und seine Familie ein Sektempfang auf dem Kirchplatz, anschließend das Abendessen im „Kappelchen“. „Mit der Pfalz bin ich immer noch sehr stark verbunden, hierher komme ich immer gern zurück“, verriet das Geburtstagskind. Geprägt wurde Feldkamp durch seine Kindheit im Ruhrpott, wo er das deutsche Wirtschaftswunder miterlebte und mit 17 Jahren seinen ersten Vertrag bei Rot-Weiß Oberhausen erhielt. Für den Verein bestritt er in 15 Jahren 316 Spiele und erzielte 42 Ligatore. Mittlerweile lebt Kalli Feldkamp in Braunschweig und im spanischen Marbella, um dort im mediterranen Klima das Leben mit seiner Frau Helma zu genießen. „Die meiste Zeit verbringen wir in Spanien, ab September bis nach Weihnachten zieht es uns zur Familie der Tochter nach Braunschweig“, verriet er. Auf seine Jahre bei den Roten Teufeln angesprochen – hier war er von 1978 bis 1982 und von 1990 bis 1992 verpflichtet –, begannen die wachen Augen des Fußball-Weltenbummlers zu strahlen. „Das war eine wirklich tolle Zeit, wir haben immer oben mitgespielt, waren Meister und haben den DFB-Pokal geholt.“ Die schmerzlichste Niederlage seiner Karriere musste er 1991 auf dem Betzenberg im Europapokal der Landesmeister (heute Champions League) gegen den FC Barcelona hinnehmen. Nach der 0:2-Pleite im Hinspiel führte der FCK 3:0, kassierte aber kurz vor dem Abpfiff noch ein Gegentor und schied aus. „Diese Niederlage hatte mich zutiefst getroffen und geschockt“, gestand er. In die Pfalz werde er immer wieder gern kommen, um seinen Wein und Sekt zu kaufen, sagte Feldkamp. Irgendwann werde er sich auch mal die Wachtenburg besuchen und die tolle Aussicht genießen.