Bad Dürkheim Leserbrief an die Lokalredaktion:

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Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es gut für Bad Dürkheim ist, die Therme in der geplanten Form am Standort Abtsfronhof nicht zu realisieren. Die Parallele zu Projekten wie Nürburgring, Schlosshotel Bergzabern oder auch Flughafen Hahn – wo sich zunächst interessierte private Investoren als Geldgeber dann doch zurückgezogen haben und die verbliebenen Schuldenberge dem Steuerzahler aufgedrückt wurden – ist unverkennbar. Nach dem Rückzug des kompetenten Projektfinanzierers und -betreibers Schletterer muss man wohl zu dem Schluss kommen, dass eine Therme in Dürkheim nicht wirtschaftlich zu betreiben ist! Wollen wir sie trotzdem? Wie hoch wird der jährliche Zuschussbedarf sein und wer kommt für diese Verluste auf? Jetzt noch einen Gutachter mit einer Marktanalyse zu beauftragen, um vielleicht eine abgespeckte Lösung zu finden, ist meines Erachtens ein Armutszeugnis. Den – spätestens mit den Erfahrungen der drei oben erwähnten Projekte – negativ belegten Begriff „Berater“ (siehe den treffenden Kommentar „Beraterunwesen“ in der RHEINPFALZ vom 23. Oktober) durch den Begriff „Gutachter“ zu ersetzen, hilft bei der Suche nach einer Problemlösung nicht wirklich. Oder wollen die Verantwortlichen hier nur vorsorglich eine Rückzugslinie schaffen, hinter der man sich bei finanziellen Problemen verstecken kann?

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