Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Langjährige Treue: Wie Mitarbeiter ein Bad Dürkheimer Unternehmen prägen

Ulrich Köhler (von links) ist stolz auf seine langjährigen Mitarbeiter Peter Schmidt, Wolfgang Huber und Bruno Möckel.
Ulrich Köhler (von links) ist stolz auf seine langjährigen Mitarbeiter Peter Schmidt, Wolfgang Huber und Bruno Möckel.

Jahrzehntelanges Wissen und Verbundenheit: Das Autohaus Köhler setzt auf Mitarbeiter, die bleiben. Wie der Betrieb davon profitiert.

In einer Arbeitswelt, in der es vielerorts zur Seltenheit geworden ist, seinen gesamten Berufsweg bei ein- und demselben Unternehmen zu verbringen, heben sich manche Geschichten besonders hervor. Denn es gibt sie noch – die Mitarbeiter, die einem einzigen Betrieb treu bleiben. So wie Wolfgang Huber, Bruno Möckel und Peter Schmidt vom Autohaus Köhler in Bad Dürkheim. Ihre Lebenswege sind eng mit dem Unternehmen verknüpft, ihre Verbundenheit zum Unternehmen geht über die reine Berufszugehörigkeit hinaus. Im Rahmen des 100-jährigen Firmenjubiläums des Betriebs haben die drei langjährigen Mitarbeiter über ihre Zeit beim Autohaus Köhler gesprochen.

Autohaus als zweites Zuhause

Der 76-Jährige Wolfgang Huber ist schon lange in Rente. Wenn Not am Mann ist, hilft er trotzdem noch gerne aus. „Wenn es mal etwas gibt, werde ich angerufen und komme vorbei“, sagt Huber. 1964 begann er seine Lehre als Autoschlosser beim Autohaus Köhler – verbrachte über 50 Jahre im Betrieb. 1981 bildete er sich zum Karosseriemechaniker weiter und kümmerte sich um „alles rund um das Auto herum“. Über seine Entscheidung, so lange im Betrieb zu bleiben, ist er glücklich. „Es hat hier einfach gepasst. Wenn man als Lehrling gut war, musste man damals schon wie ein Geselle arbeiten“, berichtet Huber. „Aber das ist auch gut so und war wichtig für meine Entwicklung.“

Eine Entwicklung beim Autohaus Köhler hat auch Bruno Möckel hinter sich. 1976 begann der heute 64-Jährige seine Lehre im Bad Dürkheimer Unternehmen – kehrte nach seiner Zeit beim Bund zum Betrieb zurück. Dort arbeitete er als Werkstatt- und später als Servicetechniker, war insbesondere für Feinmechanik, Fehlersuche, Elektronik und Technik zuständig. 1998 übernahm Möckel die Werkstattleitung. „Autos haben mich schon immer fasziniert“, beschreibt Möckel seine Liebe zum Beruf. „Schon als kleiner Junge habe ich meinen Großvater auf dem Traktor begleitet und immer an allem rumgeschraubt. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.“ Auch der 64-Jährige blickt stolz auf seine Zeit beim Autohaus Köhler zurück. Entscheidend sei auch die Verbundenheit zur Region und seinem Umfeld gewesen.

Mitarbeiter mit langjährigem Wissen

Dieser Meinung ist auch der 61-jährige Peter Schmidt, der 1979 seine Lehre als Kfz-Mechaniker beim Autohaus Köhler begann. Er sei in der Nachbarschaft geboren und habe sich auch als Jugendlicher schon Taschengeld beim Betrieb dazuverdient. Während seiner Zeit beim Bad Dürkheimer Unternehmen war er für Motoren, Getriebe und Karosserie zuständig – verbrachte auch einige Zeit im Ersatzteillager und in der Logistik. Gesundheitlich bedingt ist Schmidt heute als Facility Manager und „Mädchen für alles“ beim Autohaus tätig. „Wir sind froh, dass er noch da ist. Peter Schmidt kennt den Betrieb von der Pike auf“, freut sich auch Geschäftsführer Ullrich Köhler über den Erhalt seines Mitarbeiters.

„Als Betrieb ist es einfach super, wenn jahrzehntelanges Wissen so lange genutzt werden kann“, weiß Köhler zu schätzen. „Heute ist es in Unternehmen oft ein Problem, dass elementares Wissen gar nicht mehr abrufbar ist, weil Mitarbeiter nicht so lange da sind.“ Über die Jahre habe sich zwischen Köhler, Huber, Möckel und Schmidt ein perfektes Vertrauensverhältnis entwickelt. Man könne mit Problemen noch immer zu ihnen kommen. „Das ist wie eine Familie und deswegen macht es auch so Spaß“, sagt Köhler. Auch in Zukunft wolle er versuchen, Mitarbeiter an den Betrieb zu binden, um dem Beispiel der drei langjährigen Weggefährten zu folgen. „Denn für beide Seiten zählt der Erfolg“, erklärt Köhler.

x