Bad Dürkheim Kurze Pause tut Routinier gut

Joe Mc Carty
Joe Mc Carty

«WEISENHEIM AM SAND.» Eine knifflige Aufgabe wartet in der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz auf den Tabellenzweiten SV Weisenheim. Die Blau-Roten treten am Sonntag, 15 Uhr, beim stärksten Aufsteiger, dem ASV Heßheim, an, der eine sehr stabile Runde spielt und Sechster ist.

„Unser großer Vorteil ist, dass wir alles in der eigenen Hand haben, während die Konkurrenten VfR Friesenheim und DJK Eppstein auf Ausrutscher von uns hoffen müssen“, freut sich Weisenheims Trainer Frank Lieberknecht über die gute Ausgangsposition seines Teams. Ein weiterer Pluspunkt ist die verbesserte Personallage. Bis auf Patryk Zajac, der sich mit Kniebeschwerden herumplagt und mit dem Training aussetzte, sind alle anderen Stammkräfte an Bord. Der Ausfall Zajacs treibt dem Coach deshalb auch keine Schweißperlen auf die Stirn. Der im Winter gekommene Außenbahnspieler hatte sich im Heimspiel gegen Dirmstein verletzt und war von Mark Heisel ersetzt worden. Das könnte auch eine Lösung für die Partie in Heßheim sein. Heisel kann im Zentrum spielen, wenn eine Doppelspitze angedacht ist. Lieberknecht sieht ihn derzeit eher auf der Außenbahn. „Mark hat Qualitäten im Eins-gegen-Eins. Um sich in der Mitte gegen zwei Innenverteidiger zu behaupten, fehlt ihm noch etwas die Robustheit“, erläutert der Coach. Allerdings sei Heisel vor dem gegnerischen Tor schon erstaunlich kaltschnäuzig und treffsicher. Sein Bruder Tim gehörte bereits vor zwei Jahren dem Team an, das den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte. „Tim geht gerne ins Dribbling, ist schnell und wendig“, urteilt Lieberknecht. Auch er kommt häufig über den Flügel, wurde aber von Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. Den beiden gehört auf jeden Fall die Zukunft. Zu den Routiniers zählt Joe Mc Carty, der im letzten Spiel überraschend auf der Bank saß. „Joe ist ein wichtiger Mann für unser Spiel. Aber er wirkte zuletzt etwas überspielt, da habe ich ihm mal eine Pause gegeben“, erklärt der Übungsleiter. Offensichtlich eine gute Idee, denn als Mc Carty ins Spiel kam, setzte er sofort Impulse. „Da hatte er einige gute Aktionen“, lobt Lieberknecht. Vor den Heßheimern hat der Trainer großen Respekt, auch wenn ihn die Niederlage des ASV kürzlich in Sausenheim sehr überrascht hat. „Im Hinspiel haben wir feststellen müssen, wie stark der Gegner ist. Da war der Sieg lange am seidenen Faden gehangen“, erinnert sich Lieberknecht. Der Aufsteiger sei körperlich stark, habe eine gute Physis, aber auch hervorragende Einzelspieler. Tagestipp SVW-Trainer Frank Lieberknecht 0:2 RHEINPFALZ-Mitarbeiter Thomas Leimert 2:3

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