Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Kunst im Pfalzmuseum: Das Netz der Pilze

Ins Licht setzt Fritz Eicher das verzweigte Leben des Pilzes.
Ins Licht setzt Fritz Eicher das verzweigte Leben des Pilzes.

Geheimnisvolles Licht ausstrahlend, hängt ein riesiger Pilz von der Decke herab. Im Pfalzmuseum gestaltet Künstler Fritz Eicher das Leben der Pilze als Verkörperung fremdartiger Lebensformen.

Vor Fritz Eichers Leuchtskulptur „Mykorrhiza“ fühlt sich der Betrachter an das nächtliche Schimmern von Leuchtpilzen erinnert. Über sich erblickt er die beginnenden Verästelungen des Fadengeflechts, Myzel genannt. Aus ihm erwachsen Stiel und Hut des Fruchtkörpers, der von innen heraus glimmt und glüht, als habe er Licht gespeichert. Anschaulich zeigt der Dürkheimer Eicher als Teil der Ausstellung „Unterirdische Beziehungskisten – Mykorrhizapilze“ im Naturkundemuseum ein unterirdisches Netzwerk, sonst für unsere Augen unsichtbar und vielen Menschen daher unbekannt. Aus diesen feinen Verknüpfungen, die sich im Erdreich oder in altem Holz ausdehnen, besteht der eigentliche große Teil der Pilze.

Pilze, die im Dunkeln leuchten

Auf überraschende Wirkung setzt auch das Objekt „Pilz auf Wurzelgestell“: In einem Terrarium mit wurzelartigen Beinen wachsen Pilze – tagsüber unauffällig, doch im Dunkeln leuchten auch sie.

Wissenschaftlich beschäftigt sich Fritz Eicher seit Jahren mit Pilzen, deren unerschöpfliche und vielfach vernetzte Formenwelt ihn immer wieder fasziniert. Trotz bekannter Fakten demonstriert der Künstler unser begrenztes Wissen um ihre andersartige Lebensweise, zu der nicht zuletzt die rätselhaften Lichtimpulse gehören.

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