Bad Dürkheim Kreis und Quer: Feuerwehr birgt Verirrte nach Stunden aus dem Wald

Rund anderthalb Stunden lang war die Wachenheimer Feuerwehr am Sonntagabend damit beschäftigt, eine Wandergruppe aufzuspüren, die sich um den Kurpfalzpark herum im dunklen Wald verirrt hatte. „Eigentlich wollten sie nur ein bisschen mit dem Hund spazierengehen“, zitierte der stellvertretende Wehrführer Thomas Münch die vier Leute aus Ludwigshafen gestern auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Er dirigierte den 20-köpfigen Trupp, der sich kurz vor 20 Uhr nach der Alarmierung durch die Zentrale Leitstelle mit drei Fahrzeugen auf den Weg gemacht hatte. Das Quartett, das seit dem Spätnachmittag durch den Wald geirrt war, war laut Münch zwar auf einen Rettungspunkt gestoßen und hatte der Leitstelle die GPS-Daten durchgeben können, doch seien die Vier dort zunächst nicht zu finden gewesen. „Wir wussten aber in etwa, wo sie sein könnten, und sind dann im Dreieck immer näher zusammengerückt.“ Nach anderthalb Stunden schließlich habe man die vier Gesuchten am hinteren Tor zum Kurpfalzpark aufgespürt und sie aus dem Wald herausbringen können. „Polizeioberkommissar Schneider“ hat anscheinend einen neuen Decknamen. Unter dieser „Identität“ hatte ein mutmaßlicher Betrüger vorletzte Woche bei mindestens acht Bürgern in Bad Dürkheim, Wachenheim, Kallstadt und Neustadt angerufen, um sich nach ihren Wohnverhältnissen zu erkundigen. Am vergangenen Freitagnachmittag meldete sich nach gestrigen Angaben der Dürkheimer Polizei bei einem älteren Mann in Weisenheim am Berg nun ein Anrufer, der sich als „Oliver Graf von der örtlichen Polizei“ ausgab und ihm die Geschichte auftischte, dass nach einem Einbruch in Weisenheim am Sand Schriftstücke des Seniors gefunden worden seien. Unter diesem Vorwand versuchte der falsche Beamte die finanzielle Situation des Mannes zu hinterfragen – was dieser jedoch durchschaute und die Polizei verständigte. Die bittet mögliche weitere Angerufene, sich zu melden (Tel. 06322 963-0).