Wachenheim
Kräutermarkt lockt Besucherscharen
Bereits vor dem offiziellen Beginn um 11 Uhr drängten sich die ersten Besucher an den 40 Ständen, die entlang der Burgstraße und auf dem Marktplatz frische Kräuter, Stauden, Obst und Gemüse sowie allerlei Nützliches für die eigene vier Wände angeboten haben. Denn Kenner wissen, dass die besten Angebote schnell vergriffen sind.
„Ich bin wegen der exotischen Sachen gekommen, die es hier gibt“, sagte die Wachenheimerin Luisa Bingemann. Waldmeister und Baldrian habe sie schon erstanden, bei der Maulbeere sei sie bislang noch nicht fündig geworden. Töchterchen Marie war bereits vollends zufrieden, gab es doch bereits die versprochene Waffel.
Peter Hoppe erwirbt gern seltene alte und großfleischige Tomaten bei der „Lila Tomate“. „Hier kaufe ich immer, denn hier stimmen die Qualität und die Auswahl“, sagte er. Bei den Sorten „Andenhorn“, „Elfriede“ und „Striped Roman“ wurde der Wachenheimer fündig. Ehefrau Marie-Theres hatte einige Töpfe mit Island-Mohn in den Einkaufskorb gelegt. „Die haben so schöne seidige Blüten“, begründete sie.
Verrückt nach Mohn
Auch am Kräuter- und Gewürzstand von Rudolf Maaß herrschte seit dem Vormittag rege Betriebsamkeit. „Wir waren schon beim ersten Kräutermarkt vor vielen Jahren dabei und freuen uns, dass es in diesem Jahr wieder geklappt hat“, sagte Edeltraud Maaß, die stolz auf ihr großes Angebot verschiedener Basilikum- und Minzsorten war. „Aber die Leute kaufen auch wie verrückt unsere Mohnpflanzen.“ Doch auch Neulinge waren am Start – wie Christian Erb. „Ich bin der erste Seifensieder in Bad Dürkheim und biete ein großes Spektrum an Seifen mit Kräuterölen in fester und flüssiger Form ohne Schadstoffe und Mikroplastik an“, erklärt er und wollte nächstes Jahr „mit Sicherheit wieder dabei“ sein.
Ralf Müller war aus dem badischen Moosbach angereist und hatte bereits Salbei- und Lavendelpflanzen in der Einkaufstüte, nachdem er zuvor im Sektschloss mit seiner Frau mit einem Sekt auf den herrlichen Tag angestoßen hatte. „Jetzt bin ich noch auf der Suche nach einer schönen Blume für die Schwiegermutter. Schließlich ist heute Muttertag.“
Auftakt mit Stadtkapelle
Franziska Sema-Bold aus Thaleischweiler hatte sich im Sektschloss beim Dom-Perignon-Brunnen angestellt, um sich ein Gläschen perlenden Secco zu zapfen. „Das ist schon super, dass der Secco direkt aus dem Brunnen kommt, coole Sache“, fand die Südwestpfälzerin, die mit ihren zwei Freundinnen anschließend den Kräutermarkt besuchen wollte.
Die Gäste im Hof des Sektschlosses wurden um 11.30 Uhr musikalisch von der Stadtkapelle Bad Dürkheim begrüßt und genossen sichtlich vergnügt den tollen Tag. Gegen 14.30 Uhr spielte Jens Huthoff mit Band. „Das ist wirklich toll hier, super Ambiente und auch ein gutes Publikum“, erklärte der Musiker und ergänzte augenzwinkernd, dass er noch nie eine „so tolle Vorband“ hatte.