Bad Dürkheim Kräftig gekrault
Spaßiges im und am Wasser: Das Wachenheimer Schwimmbad war über das Wochenende Freizeit- und Sporttreff. Die Stadtwerke Wachenheim und die Betreiber des Kiosks im Schwimmbad, Familie Piedimonte, hatten zum Auftakt am Freitag bereits zum Sommernachtsfest eingeladen, um der Musik von Rino Galiano zu lauschen, der es bei der ersten „Voice of Germany“-Staffel 2012 fast ins Halbfinale geschafft hätte. Gestern schlossen die Stadtmeisterschaften mit Spendenschwimmen das Festprogramm ab.
Gestern Vormittag übernahm die DLRG-Ortsgruppe Bad Dürkheim-Wachenheim die Regie im Freibad, um ihr Sommerfest mit den offenen Stadtmeisterschaften auszurichten. Der Ausrichter organisierte zudem das Spendenschwimmen für einen guten Zweck, nämlich zugunsten des Vereins „Hockey gegen Krebs“. „Die DLRG-Ortsgruppe gibt es seit 41 Jahren, und die Stadtmeisterschaften finden bereits zum 32. Mal statt“, sagte die Vorsitzende Stephanie Galante. Viele der insgesamt 83 Teilnehmer im Alter von fünf bis 54 Jahren würden einfach „just for fun“ mitmachen, um sich am Ende neben einer Urkunde über einen Pokal, eine Medaille oder eine Flasche Sekt zu freuen. Allerdings reisten auch einige mit einer gehörigen Portion Ehrgeiz an, ergänzte sie. Zum letzten Personenkreis gehörte auch Lennart Ulonska aus Mußbach. Der 19-jährige Triathlet wollte heuer auf jeden Fall Stadtmeister werden. „Im letzten Jahr hat es nicht geklappt, da hatte ich Probleme mit der Schwimmbrille“, erklärte der angehende Medizinstudent. Familie Ungen aus Ludwigshafen war zum ersten Mal in Wachenheim dabei. Tochter Julia (8) absolvierte schließlich zwei Bahnen im 25-Meter Becken. Ihre siebenjährige Schwester Selina möchte im nächsten Jahr auf jeden Fall mitmachen. „Für uns ist das ein schöner Sonntagsausflug“, sagte Vater Martin. Neben dem sportlichen Aspekt sorgte das Rahmenprogramm dafür, dass alle Gäste auf ihre Kosten gekommen sind. So gab es neben Kaffee und Kuchen Kinderspiele, eine Tombola und die Möglichkeit, sich im „Riesen-Wasserlaufball“ zu versuchen. Dabei mussten die Teilnehmer in einen überdimensionalen aufgeblasenen Ball klettern, um so über das Wasser zu laufen. Sehr zur Freude der Kollegen versuchte DLRG-Mitglied Leo Göttlicher (19), das neue Laufgefühl zu erleben. „Das ist echt nicht so einfach, macht aber Spaß“, meinte er noch sichtlich außer Atem. Beim abschließenden Spendenschwimmen, bei dem die Teilnehmer für jede geschwommene Bahn von einem Sponsor, dies sind in der Regel Oma, Opa oder Eltern, mit einem kleinen Geldbetrag belohnt werden, ging es darum, dem Verein „Hockey gegen Krebs“ einen Scheck über das erschwommene Geld auszustellen. „Die genaue Summe steht erst in ein paar Tagen fest, wenn die Überweisungen eingegangen sind“, erklärte Stephanie Galante. In den letzten Jahren seien aber immer rund 3000 bis 3500 Euro zusammengekommen, die für unterschiedliche karitative Zwecke eingesetzt werden können.