Bad Dürkheim
Kirchen wollen sparsam heizen
Eine gute Nachricht vorweg: Die Christen der Region müssen nicht befürchten, dass sie beim Gottesdienst frösteln müssen. In der katholischen Gemeinde Heilige Theresia vom Kinde Jesus und im Protestantischen Dekanat Bad Dürkheim werden die Kirchen beheizt – wenngleich bei etwas niedrigeren Temperaturen.
„Während Corona war das Heizen ja kein Thema“, sagt Pfarrer Moritz Fuchs mit Blick auf die Energiekosten. „Und wegen der Energiekrise wurde danach in St. Ludwig und in anderen Kirchen der Gesamtgemeinde weniger geheizt.“ Auch dieses Jahr sei Energiesparen in den katholischen Kirchen der Region ein Thema. „Wir werden sicherlich die Heizungen etwas drosseln, wahrscheinlich wird es in unseren Kirchen einige wenige Grade kühler werden als früher“, teilt Fuchs mit – vor allem in den größeren Gotteshäusern.
Dabei zeigt man sich durchaus ideenreich: In manchen Kirchen würden Decken ausgegeben, bei einigen gebe es sogar Sitzheizungen, informiert Fuchs. Nur eines bringe seiner Erfahrung nach nichts: angezündete Kerzen. Der Gemeinde rät er, sich etwas wärmer anzuziehen. Optimierte Heiztechniken wären ein Thema. Das sei allerdings auch eine finanzielle Angelegenheit, so Fuchs. Und Sparzwang herrscht auch bei den Kirchen.
„Bei einigen Gemeinden werden Gottesdienste in der kalten Jahreszeit ins Pfarrheim verlegt“, teilt Fuchs mit. „Wenn es dort eine Gelegenheit gibt, wie in Grethen.“ Fuchs versichert, die Gottesdienste würden so wie geplant stattfinden. Keine Kirche werde geschlossen, „und auch Christmetten werden wie gewohnt gefeiert“.
Auch im Protestantischen Kirchenbezirk Bad Dürkheim-Grünstadt ist Energiesparen angesagt, wie Dekan Stefan Kuntz erklärt: „Im Hinblick auf die Kirchengemeinde Bad Dürkheim kann ich sagen, dass wir versuchen, in allen Gebäuden – so wie im vergangenen Winter – sehr aufmerksam und sparsam zu heizen.“ Derzeit befinde man sich mitten im Prozess „Räume für morgen“. Ziel sei, in den nächsten Jahren CO 2 und Kosten einzusparen. Aus diesem Grund hätten die Kirchengemeinden schon jetzt ein Auge auf das Thema Heizen. Allerdings sei man noch am Anfang dieses Prozesses. Deutliche Veränderungen könnten also noch einige Jahre auf sich warten lassen. Zurzeit beschäftigten sich einige Kirchengemeinden beispielsweise mit dem Thema Photovoltaik.
„Wir haben bis jetzt die Heizungen in den kirchlichen Gebäuden in Bad Dürkheim noch nicht erneuert, da es uns nur sinnvoll erscheint, dies im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für die kirchlichen Gebäude in der Kirchengemeinde und in der Region durchzuführen“, teilt der Dekan mit.