Bad Dürkheim Kelten-Kanne: Archäologe erhält Gefäß nicht zurück
«Bad Dürkheim». Ein 55-jähriger Dürkheimer, der im Besitz einer archäologischen Rarität, einer etwa 2400 Jahre alten frühkeltischen Schnabelkanne, war, wird diese nicht mehr zurückbekommen. Das entschied jetzt das Verwaltungsgericht Neustadt. Der studierte Archäologe hatte auf Herausgabe der wertvollen Kanne geklagt, nachdem die Polizei sie beschlagnahmt hatte. Laut Experten soll das Stück aus einem geplünderten Grabhügel stammen.
Bereits vor drei Jahren wollte der Dürkheimer die Bronzekanne (Foto unten), die er von einem Sammler erworben haben will, bei einem Londoner Auktionshaus verkaufen. Experten bezweifelten dies und schalteten die Polizei ein. Das seltene Bronzegefäß gelangte zunächst zurück zum Anbieter, wo die Beamten es später bei einer Hausdurchsuchung am 2. März 2016 beschlagnahmten. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Mann wegen des Verdachts auf Unterschlagung im November 2016 eingestellt. Die Kanne soll später in einem Museum ausgestellt werden. Südwest