Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel „Kein schönes Spiel“

Arianit Kajtazi (rechts) hatte die erste Großchance für den SV Rot-Weiß Seebach.
Arianit Kajtazi (rechts) hatte die erste Großchance für den SV Rot-Weiß Seebach.

Einer kalten Dusche zum Auftakt folgt in der Bezirksligapartie zwischen dem SV Rot-Weiß Seebach und den SV Geinsheim ein weiterer herber Rückschlag für die Gastgeber.

Wenn sich in der Schlussphase eines Fußballspiels ein Torwart im gegnerischen Strafraum aufhält, spricht dies zum einen für eine spannende Partie mit einem gegen Ende knappen Spielstand. So war es auch gestern Nachmittag beim Heimspiel des SV Rot-Weiß Seebach in der Bezirksliga Vorderpfalz gegen den SV Geinsheim. Nachdem die Gäste in der 89. Minute mit 2:1 in Führung gegangen waren und die Seebacher in der fünften Minute der Nachspielzeit einen Freistoß zugesprochen bekamen, hielt es Rot-Weiß-Schlussmann Sandro Stephan nicht mehr vor seinem Gehäuse.

Die letzte nennenswerte Aktion brachte aber nichts mehr ein. Michael Zieglers Schuss wurde abgeblockt. Der Nachschuss von Arianit Kajtazi ebenfalls von einem Geinsheimer Feldspieler abgewehrt. „Verdient haben wir die Niederlage nicht. Wir waren in der ersten Hälfte und Geinsheim nur nach Freistößen und Einwürfen gefährlich“, kommentierte Seebachs Trainer Jan Marvin Dell die zweite Heimniederlage dieser Saison.

Schneller Rückstand

Für die Gastgeber hätte die Begegnung nicht schlechter beginnen können. In der dritten Minute schlug Henrik Hirth einen Freistoß von rechts in den gegnerischen Strafraum, Tom Baumann traf zum 0:1 für Geinsheim. Fast hätte Hirth den Vorsprung nur drei Minuten später bereits ausgebaut, hatte aber bei einem Lattentreffer Pech. Danach tat sich eine halbe Stunde vor beiden Toren nicht viel.

„Wir haben trotz unserer Führung lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen“, erklärte Geinsheims Coach Rudi Brendel. Die Gastgeber wurden dagegen immer besser und dominierten bis zur Pause. Lohn war der Treffer von Sebastian Schmidt nach einer Einzelleistung, bei der die Geinsheimer zu passiv wirkten (44.). Drei Minuten zuvor hatten sie einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen, als Bruno Ribeiro nach einem Foul verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Felix Meindl in die Partie.

Latte im Weg

Vier Minuten nach dem Anpfiff der zweiten Hälfte traf Hirth erneut nur die Latte des Seebacher Gehäuses. Das Spiel wurde danach immer zerfahrener. Die Gäste waren zwar gefährlicher, ohne jedoch mehr Spielanteile zu haben. Oft gab es Verletzungsunterbrechungen, welche später die lange Nachspielzeit rechtfertigten. „Es war kein schönes Spiel“, äußerte sich Dell zu dem, was die Akteure beider Teams boten. „Ich hätte heute auch mit einem Punkt leben können“, zeigte sich Brendel realistisch. Dass es drei wurden, entsprang wie beim 1:0 einem Freistoß, den diesmal Kilian Sturm ausführte. Erneut war es Baumann, der das Zuspiel verwertet. „Das war ein dreckiger Sieg“, gab er später zu.

Bereits übermorgen, Mittwoch, steht für die Seebacher das nächste Heimspiel auf dem Programm. Um 19 Uhr gastiert der Tabellenzweite ASV Fußgönheim im Meisterwasental. Der ASV unterlag am Samstag der TSG Deidesheim mit 0:1. Der Vorsprung des ASV auf Deidesheim und Geinsheim verringerte sich an diesem Spieltag damit von acht auf fünf Punkte.

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