Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Jägerthal: Kunden von weiterem Anbieter können an B37 mobil telefonieren

Seit 2023 in Betrieb: der Funkmast auf dem Hahnackerkopf.
Seit 2023 in Betrieb: der Funkmast auf dem Hahnackerkopf.

Seit 2023 sendet der Mobilfunkmast auf dem Hahnackerkopf und versorgt Telekom-Kunden im Jägerthal. Jetzt ist ein zweiter Anbieter hinzugekommen.

Knapp 30 Jahre – gemessen ab dem Start des digitalen Mobilfunks in Deutschland – war das Jägerthal entlang der B37 zwischen Bad Dürkheim und Frankenstein ein einziges riesiges Funkloch. Mit allen Konsequenzen, etwa fehlendes Netz bei Notrufen. Im Jahre 2023 schaltete schließlich die Deutsche Telekom ihren Sendemast auf dem Hahnackerkopf oberhalb der Papierfabrik Cordier ein. Seitdem können Handynutzer mobilen Kontakt zur Außenwelt aufnehmen, sofern sie Kunde im Netz des Unternehmens sind.

Seit Kurzem können Smartphone-Besitzer nun auch im Netz von o2-Telefónica und damit auch Kunden von Aldi-Talk oder Fonic ebenfalls im Jägerthal mobil telefonieren und in Grenzen mobil surfen. Möglich macht das eine Technik, die MOCN abgekürzt wird. Dabei strahlt der Telekom-Sendemast nicht nur die eigene Kennung, sondern auch die von o2 aus – und schon haben deren Kunden „Netz“.

Was ist mit Vodafone und 1&1?

Kunden des Netzbetreibers Vodafone werden im Tal über den ehemaligen rot-weiß angestrichenen Nato-Mast bei Leistadt versorgt.

Die Verbindung bricht aber spätestens an der Papierfabrik Cordier ab und erlaubt überwiegend Sprachtelefonie und keine Datenübertragung, wie eine Testfahrt der RHEINPFALZ ergab.

Vodafone möchte den Mast auf dem Hahnackerkopf nun ebenfalls mitnutzen. Aktuell wartet man bei dem Telekommunikationsunternehmen aber noch darauf, die technischen Details von der Telekom zu bekommen, wie die RHEINPFALZ auf Anfrage erfuhr.

Sobald die Details geklärt sind, kann Vodafone eigene Sendertechnik und Antennen an dem Mast anbringen. Dann sollen Vodafone-Kunden direkt versorgt werden. Sobald Vodafone am Netz ist, werden auch die Nutzer von 1&1 davon profitieren. Der Anbieter hat dazu ein Rahmenabkommen mit Vodafone geschlossen.

Was ist im Notfall?

In Notfällen können Kunden aller Netzanbieter einen Notruf unter der Kurzwahl 112 absetzen. Das Gerät bucht sich dann in das am besten vor Ort verfügbare Netz ein.

Dabei muss vom Anrufer abgewartet werden, bis die Notrufstelle alle notwendigen Informationen aufgenommen hat, da der Kunde in diesem speziellen Falle nicht zurückgerufen werden kann.

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