Blickpunkt Impfstelle in Salierhalle gut ausgelastet

Der Moderna-Impfstoff Spikevax wird auf eine Spritze gezogen.
Der Moderna-Impfstoff Spikevax wird auf eine Spritze gezogen.

Auch wenn es sich beim Standort in der Salierhalle um eine Kommunale Impfstelle handelt, trägt das Land die Kosten. Termine können weiter über die Internetseite des Landes gebucht werden. Da ist zwar vom Landesimpfzentrum Bad Dürkheim die Rede, das es so nicht gibt. Macht aber nichts, geimpft wird trotzdem. Wie ist der aktuelle Stand im Kreis?

Auch als Kommunale Impfstelle wird der Kreis vom Land mit Impfstoff beliefert: „Wir müssen also nicht selbst bei Apotheken einkaufen“, erklärt Impfkoordinator Arno Fickus. Er vermutet, dass die Salierhalle als Landesimpfzentrum vermerkt sei, um nicht für Verwirrung mit unterschiedlichen Bezeichnungen zu sorgen.

Seit 10. Dezember wird in der Salierhalle wieder geimpft. Bis Samstag vergangene Woche sind an 21 Tagen 6164 Menschen mit der nötigen Dosis Vakzin versorgt worden. Laut Fickus waren es 841 Erst-, und 205 Zweitimpfungen. 5118 Personen bekamen die Spritze zur Auffrischung des Schutzes gegen das Coronavirus.

Urkunde für Tapferkeit

Darunter fallen auch 617 Kinder zwischen fünf und elf Jahren, die den eigenen Impfstoff für die Kleinen von Biontech bekommen haben. Zuletzt sind am vergangenen Samstag bei einer eigenen Aktion noch 90 Kinder geimpft worden. Fickus berichtet, wie sehr sich die Kleinen über ihre Tapferkeitsurkunde nach der Impfung gefreut hätten.

Vollständig geimpft sind laut Fickus derzeit 84,24 Prozent der über Zwölfjährigen im Landkreis. 50 Prozent der Bürger haben auch schon ihre Auffrischungsspritze erhalten. Wobei Fickus vermutet, dass die Quote höher liegen könnte, da die Zahlen von der Impfdokumentation des Landes stammen. Hausärzte melden verabreichte Impfungen aber zunächst bei der Kassenärztlichen Vereinigung, von dort gelangen die Daten erst zum Land. Eine Verzögerung sei also durchaus denkbar.

Mitarbeiter der Verwaltung in Impfstelle eingesetzt

Wie Fickus weiter berichtet, werden immer noch Mitarbeiter der Kreisverwaltung in der Impfstelle eingesetzt. „Das geht quer durch alle Abteilungen bis hin zum Abfallwirtschaftsbetrieb“, erklärt er weiter. Das sei auch deshalb nötig, weil „das ursprüngliche Personal des früheren Impfzentrums teilweise nicht mehr bei uns ist beziehungsweise ins Gesundheitsamt eingegliedet wurde – und da kann ich kein Personal wieder abziehen“, betont der Impfkoordinator.

Pro Schicht sind sechs bis acht Verwaltungsmitarbeiter in der Impfstelle im Einsatz, hinzu kommen ein Apotheker, drei Ärzte und zwei Medizinische Fachangestellte (MFA). Die Mediziner sind teils in Rente, teils stammen sie aus Kliniken und Praxen, arbeiten also neben ihrem eigentlichen Einsatzort noch zusätzlich in der Salierhalle.

Finanzierung der Impfzentren bis Ende des Jahres zugesichert

Statt wie zuletzt mit tageweisen Aktionen wird in der Impfstelle nun wieder dauerhaft geimpft. „Wir sind relativ gut gebucht“, sagt Fickus. Eine Einschätzung, wie es weitergehen werde, sei aber schwierig. Man müsse weitere Entscheidungen abwarten, auch beispielsweise mit Blick darauf, ob Auffrischungsimpfungen künftig schon nach drei Monaten verabreicht werden sollen. Zumindest ist bei der Gesundheitsministerkonferenz am Montag beschlossen worden, dass die Impfzentren auf jeden Fall bis Ende des Jahres offen bleiben sollen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) habe die Finanzierung bis Ende 2022 zugesichert. Es soll nicht der Fehler des vergangenen Jahres wiederholt werden, als die Impfzentren im Sommer geschlossen wurden – und dann erst wieder neu gestartet werden mussten, als in Herbst und Winter die nächsten Covid-Wellen anrollten.

Wer also in der Salierhalle geimpft werden möchte, meldet sich bei online bei impftermin.rlp.de an und bekommt dann einen Termin. „Das geht auch recht zügig im Moment, es gibt derzeit keine große Warteliste“, erklärt Fickus. In der vergangenen Woche habe die Anzahl derer, die auf Termine gewartet hätten, „nur noch im zweistelligen Bereich gelegen“. Das gilt allerdings nur für Menschen ab zwölf Jahren.

Termine werden eingehalten

Denn es wird bis auf eine letzte Aktion am Donnerstag mit 60 Kindern in der Impfstelle vorerst keine eigenen Kinderimpftermine mehr geben. Es werden dann nur noch die Zweitimpfungen für die bereits geimpften Kinder angeboten. Eine Mischung von Kinder- und Erwachsenenimpfungen sei schwierig zu handhaben, weil das auch eine Frage des Vakzins ist. „Von Biontech gibt es für Kinder eine andere Dosis in einer anderen Flasche als für Erwachsene“, erklärt Fickus dazu.

Er hält es aber auch für wahrscheinlich, dass viele Kinder beim Kinderarzt geimpft wurden. An den Kinderimpftagen zwischen den Feiertagen am Jahresende seien drei mal 150 und einmal 90 Dosen verabreicht worden. Wer noch auf der Warteliste stand, bekommt bei eben jener Aktion am Donnerstag seine Impfung.

Meldungen von vielen Menschen, die ihren vereinbarten Termin nicht wahrnehmen, kann Fickus für die Salierhalle übrigens nicht bestätigen. „Bei uns werden die Termine größtenteils wahrgenommen“, betont er.

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