Bad Dürkheim „Hundert Megabit sind ein Traum“

In einigen Straßen von Wachenheim und Friedelsheim sind die Zeichen schon zu sehen: Die Telekom baut ihr Netz aus. Das Unternehmen verlegt in den nächsten Wochen rund 6,5 Kilometer Glasfaserkabel.
Das gab der Vertreter des Infrastrukturvertriebes der Telekom, Jürgen Wolf, beim symbolischen ersten Spatenstich gestern in der Wachenheimer Weinstraße bekannt. Die Kosten für den Ausbau trägt die Telekom, Zahlen wurden nicht genannt. Ende 2016/Anfang 2017, das hängt auch etwas vom Winterwetter ab, sollen rund 3000 Haushalte in den beiden Gemeinden mit schnellem Internet von bis zu 100 Megabits pro Sekunde (MBit/s) versorgt sein. Die Übertragungsrate habe sich bisher alle zwei Jahre verdoppelt, verdeutlichte der Telekomvertreter die rasante Entwicklung in der Branche. Nutzer müssen nach dem Ausbau neue Verträge mit der Telekom abschließen. Die Stadt Wachenheim und die Gemeinde Friedelsheim werden zuvor gemeinsam mit der Telekom in einer Bürgerversammlung darüber informieren, versprach Bürgermeister Torsten Bechtel. Mit kleinen Behinderungen in den Ausbaubereichen sei zu rechnen, sagte ein Vertreter der Baufirma, man sei aber bemüht, die Anwohner zeitnah zu informieren. Er lobte ausdrücklich die reibungslose Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden. Wo gegraben wird, könne es auch zu kurzfristigen Ausfällen kommen, in diesem Fall sollten die Betroffenen einfach bei der Telekom anrufen, riet Wolf. „Wir freuen uns für die Friedelsheimer und Wachenheimer über die neue, schnelle Datenverbindung“, betonte Bechtel. So blieben die Gemeinden als Wohn- und Unternehmensstandorte attraktiv. „30 MBit pro Sekunde machen glücklich, 50 überglücklich und 100 sind ein Traum“, formulierte es Bechtel, der solchen Übertragungsraten in Zeiten von wachsender Erwerbstätigkeit zu Hause (Home-Office) große Bedeutung zumaß. Friedelsheims Ortsbürgermeister Peter Fleischer freute sich, dass diese „Supermaßnahme“ kurzfristig möglich war als die avisierte große Lösung über den Landkreis. Friedelsheim ist laut Fleischer in Bezug auf schnelles Internet bislang „ein weißer Fleck“ im Kreisgebiet, Gewerbetreibende hatten schon mit Wegzug gedroht, sollte sich hier in absehbarer Zeit nichts ändern. |mkö