BAD DÜRKHEIM / WACHENHEIM RHEINPFALZ Plus Artikel Hilfsaktion für Flutopfer: Helfer sind voller Tatendrang

Jan Erik Korgitzsch (links) und Torben Brake nehmen beim DRK in Bad Dürkheim Spenden an.
Jan Erik Korgitzsch (links) und Torben Brake nehmen beim DRK in Bad Dürkheim Spenden an.

Die Bereitschaft, den Flutopfern im Kreis Ahrweiler zu helfen, ist enorm. In der Region wurden einige Sammelstellen eingerichtet. Neben dem DRK gibt es auch Privatinitiativen, die Sachspenden sammeln, um sie ins Katastrophengebiet zu fahren.

„Ich habe von der Aktion in Facebook gelesen und mir war sofort klar, dass ich mich da beteilige“, sagt die Wachenheimerin Nadine Völpel, die Kleidung, Spielzeug und Handtücher gespendet hat und sich freut, dass sie einen kleinen Beitrag leisten kann, um die Not in den Überschwemmungsgebieten etwas zu lindern. „Wenn es uns getroffen hätte, wären wir auch sehr dankbar gewesen, wenn man uns geholfen hätte“, sagt sie. Initiatoren der Wachenheimer Aktion waren Elfriede Gleber von den Wachenheimer Landfrauen und Karl-Heinz Peter, der als ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Technischen Hilfswerk (THW) Neustadt über viel Erfahrung bei Hilfseinsätzen im Katastrophenfall verfügt. „Wir werden auch am Montag ab Mittag noch Spenden entgegennehmen“, sagt Peter, der die Sachen am Mittwoch in die Notunterkunft des von der Katastrophe sehr stark betroffenen Ortes Schuld fahren möchte. „Ich muss mich noch um die Genehmigung kümmern und dann wird der Hänger, den Wolfram Meinhardt zur Verfügung stellt, beladen und ab geht die Post“, ist Peter voller Tatendrang.

Die Landfrauen hatten über eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe dazu aufgerufen, Kleidung, Spielsachen, Bettzeug, Handtücher sowie haltbare Lebensmittel an der Sammelstelle in der Bürklin-Wolf-Str. 1 in Wachenheim vorbeizubringen. „Wir werden die Aktion auf jeden Fall wiederholen, wollen aber erst einmal auf Rückmeldungen warten, was später gebraucht wird. Ich denke, dann geht es auch um Einrichtungsgegenstände und Hausrat“, sagt Elfriede Gleber. Für Martina Pelz, die sich mit einem gefüllten Kofferraum aus Birkenheide auf den Weg gemacht hat, ist es selbstverständlich, zu helfen. „Wir sind sonst immer auf Flohmärkten unterwegs und haben überlegt, die Sachen lieber hierher zu bringen. Das Ganze beschäftigt uns schon sehr“, berichtet die Mutter zweier Kinder, die Kinderbücher, Spielzeug, Schuhe und zahlreiche Kleidungsstücke vorbeigebracht hat.

Betroffenheit sehr groß

„Die Kinder haben heute Morgen beim Aussuchen mitgeholfen und sich auch von der einen oder anderen liebgewonnenen Sache getrennt“, sagt Pelz, die die Initiatoren lobt und es toll findet, dass es solche privaten Initiativen gibt. „Wenn man helfen kann, sind wir immer gern mit dabei“. Auch Carmen Coers hat sich spontan an der Sammelaktion beteiligt. „Wir kennen den Herrn Peter, haben seinen Aufruf im Netz gesehen und sofort nützliche Dinge, wie Kinderspielsachen und auch haltbare Lebensmittel zusammengepackt“, sagt die Wachenheimerin, die von der großen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung sehr beeindruckt ist und selbst auch noch eine Geldspende auf den Weg bringen möchte.

Der Dürkheimer Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hatte zu einer Sammelaktion am Samstag aufgerufen und dabei hauptsächlich um die Spende von Hygieneartikeln, Windeln, Feuchttüchern, Tiernahrung, haltbaren Lebensmitteln sowie Decken gebeten. „Die Resonanz der Menschen war überwältigend, da ist innerhalb kürzester Zeit unheimlich viel zusammen-gekommen“, berichtet die erste Vorsitzende Astrid Schaupp, die sich bei allen Spendern recht herzlich bedankt und mit ihren Helfern gerade dabei, ist einen Lkw zu beladen, der am Sonntag in das Katastrophengebiet gefahren ist.

Einsatzkräfte, die zurzeit vor Ort seien, würden rückmelden, dass sie eine Katastrophe solchen Ausmaßes in ihrer aktiven Zeit bislang noch nicht erlebt und gesehen hätten. „Wir waren schon bei vielen Einsätzen, aber das ist etwas, was alle Rahmen sprengt. Die Betroffenheit bei unseren Helfern ist sehr, sehr groß“, berichtet Schaupp. In nächster Zeit seien weitere Sammelaktionen geplant, allerdings wolle man erst einmal schauen, welcher Bedarf neben den alltäglichen Dingen, beispielsweise in der kommenden Aufbauphase, noch bestehen werde. Sie ruft zusätzlich dazu auf, die Menschen in den betroffenen Gebieten, mit Geldspenden zu unterstützen.

DRK-SPENDENKONTODRK

Landesverband Rheinland-Pfalz Konto 5 050 000, Stichwort Hochwasser

IBAN: DE 97 5502 0500 0005 0500 00

Karl-Heinz Peter und Elfriede Gleber sammeln in Wachenheim für die rheinland-pfälzischen Flutopfer.
Karl-Heinz Peter und Elfriede Gleber sammeln in Wachenheim für die rheinland-pfälzischen Flutopfer.
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