Wachenheim Haushalt: Planen in der Krise
Der Haushalt für das laufende Jahr ist ausgeglichen, der Plan für das kommende Jahr ist es nicht (wir berichteten). Die größte Einnahmequelle der VG sei die Umlage mit 4,1 Millionen Euro, sagte VG-Kämmerer Werner Reinhardt. Demgegenüber stünden die Aufwendungen, wobei die Personalkosten mit 3,37 Millionen Euro der größte Posten seien, führte Reinhardt für das Jahr 2022 als Beispiel aus. Mit etwa 4,7 Millionen Euro würden in den beiden Jahren eine „enorme Summe“ investiert.
Es seien große Investitionen in „wichtige Bereiche unseres Lebens“, sagte Heike Ditrich für die Fraktion der FWG. Andreas Berger (FDP) betonte, es sei eine Zeit der Unsicherheit. Die Schwerpunkte der Investitionen seien richtig. Stefan Heiser (CDU) sprach von einem „sauber ausgearbeiteten“ Haushalt. Die VG werde trotz der schwierigen Zeiten nach vorne gebracht. Hans-Jürgen-Häfner (SPD) sah eine Ungerechtigkeit. Von dem einen Prozent der Umlage, das an den Verein für Tourismus und Kulturförderung geht, hätten die drei „Unterliegergemeinden“ nichts, nur Wachenheim profitiere. Unwägbarkeiten machten die Planung schwierig, betonte Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) angesichts der Flüchtlingsbewegungen in Europa, der Unsicherheiten bei den Energiepreisen und den Aufgaben des Klimaschutzes.