Bad Dürkheim
Handball: HSG Eckbachtal verliert in der Oberliga gegen Mundenheim sehr klar
Es läuft derzeit nicht wirklich rund für die Oberligamannschaft der HSG Eckbachtal. Nach den beiden Heimniederlagen gegen Illtal und Mühlheim setzte es am Samstag gegen die VTV Mundenheim eine deutliche 17:33 (9:9)-Niederlage.
Ohne Trainer Thorsten Koch und einige Stammkräfte machte sich der Tross der HSG auf den Weg nach Ludwigshafen. Das Fehlen machte sich bemerkbar. 20 gute Minuten der HSG Eckbachtal in der ersten Halbzeit ließen erahnen was in Mundenheim möglich gewesen wäre. 20 Minuten, in denen die HSG die von Interimstrainer Peter Baumann geforderte Intensität erkennen ließ. 20 Minuten, in der Eckbachtal einen 2:6-Rückstand in eine 9:8-Führung umwandelte. Doch nur diese 20 Minuten genügten nicht, um die ersehnten Punkte mit nach Hause zu nehmen.
Schwerer Start
Man hatte einen schwierigen Einstieg, habe dann aber gut in die Abwehr gefunden und bewusst vorne gespielt, erklärte Baumann. „Der Start in die zweite Halbzeit war sehr schlecht. Wir haben es aus irgendeinem Grund nicht mehr hinbekommen die Mundenheimer im Halbfeld zu stoppen“, sagte der Interimscoach. Die Folge war eine Torflut. 24 Treffer musste die HSG hinnehmen und konnte selbst nur acht erzielen. Vor allem mangelte es in der zweiten Halbzeit an offensiver Kreativität und harter Deckungsarbeit. Der HSG fehlte am Samstag nicht nur Trainer Thorsten Koch, der derzeit im Urlaub weilt. Auch die Ausfälle der Schlüsselspieler Maximilian Schreiber (Fuß), Michael Betz (Finger) und Torhüter Rouven Hahn (Bandscheibe) machten sich bemerkbar. „Wir versuchen jetzt einen Ausblick zu geben, dass definitiv Michael Betz und Max Schreiber nächstes Wochenende schon wieder dabei sind, aber keine Ahnung wie lange es dauert“, hofft Baumann auf eine schnelle Genesung der beiden Säulen des Teams. Rouven Hahns Verletzung solle man indes nicht unterschätzen, meinte Baumann.
Ein Betz war gut
Ein anderer Betz machte auf sich aufmerksam. Defensiv wie offensiv lieferte Thomas Betz eine gute Leistung. Der Rückraumspieler markierte nicht nur sieben Tore, sondern setzte die geforderte Intensität in jedem Zweikampf in der Defensive um. „Er hat das Spiel gut geleitet, hinten raus hatte er konditionelle Probleme“, sagte Baumann. Es sei dennoch wichtig, einen wie ihn im Team zu haben, der das Spiel machen könne, lobte Baumann seinen Rückraumspieler. Besonders im Hinblick auf die Ausfälle von Schreiber und Michael Betz sei seine Leistung wichtig gewesen. Dennoch zeigte sich einmal mehr, dass den „Gekkos“ ohne Schreiber und Michael Betz häufig die nötige Durchschlagskraft fehlte.
Was in der ersten Halbzeit noch gut funktionierte, war in den zweiten 30 Minuten vergessen. „Wir sind körperlich eingebrochen. waren direkt drei hinten und verlieren ein bisschen den Kopf und rennen dann an und dann wird man ausgekontert“, skizzieret Thomas Betz die zweite Halbzeit.
Am kommenden Wochenende heißt der Gegner Saulheim. Die SG sei ein ähnliches Kaliber wie der VTV, weiß der Trainer. „Im Endeffekt müssen wir die erste Halbzeit kopieren und das dauerhaft durchhalten“, erklärte Baumann.
So spielten sie
HSG Eckbachtal:Häuselmann – Pozywio (2), Thomas Betz (7), Räuber – Kassel (1), Kluzik (1) – Ebel (1), Nehrdich (5), Schloß, Kemeter, Hörner, Quandt.