Bad Dürkheim Gute Spiele, schwache Ergebnisse

Bad Dürkheim. Unglückliche Nullnummer: Mit 0:1 verlor TuS Friedelsheim sein A-Klasse-Heimspiel gegen den TSV Lingenfeld und damit wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Beim 1:1 gegen FC Arminia Ludwigshafen wurde SV Weisenheim für ein gutes Spiel nicht belohnt.
war laut Trainer Willi Ritz „engagiert bis in die Haarspitzen“, machte auch nahezu alles richtig – traf aber nicht. In der ersten Hälfte tauchte etwa Marco Bartnik dreimal alleine vorm gegnerischen Schlussmann auf, schoss ihn entweder an oder traf neben das Tor. Patrick Wetzlers Kopfball erbrachte ebenfalls nichts. Die Gäste hatten vor der Pause allenfalls Halbchancen. Nach einer knappen Stunde Spielzeit musste ein Lingenfelder mit Gelb-Rot den Platz verlassen, aber auch in Überzahl wollte den Hausherren der entscheidende Treffer nicht gelingen. Ritz hatte vor der Partie seine Spieler vor den Lingenfeldern gewarnt, die ihre Körpergröße insbesondere bei Standards ins Spiel bringen. Das klappte – bis auf ein einziges Mal acht Minuten vor dem Schlusspfiff, als der alles entscheidende Treffer nach einem Lingenfelder Freistoß fiel und Patrick Wetzler vorm Friedelsheimer Tor nicht hochgestiegen war. Die Friedelsheimer Abschlussschwäche zog sich dagegen wie ein roter Faden durch die gesamte Spielzeit, denn unmittelbar vorher hatte Tobias Bartnik den Lingenfelder Torhüter angeschossen, den Abpraller setzte Wetzler übers Tor. „Wenn du vorne die Tore nicht machst, bekommst die hinten selbst eins“, zitierte Ritz eine alte Fußballer-Weisheit. „Ansonsten hat meine Mannschaft alles richtig gemacht“, war Ritz auch am Tag danach noch irgendwie fassunglos. Laut SVW-Trainer Günther Golfier stellte Weisenheim die bessere Mannschaft, aber der Torwart der Hausherren hielt nahezu alles, was auf sein Gehäuse kam. Insbesondere vor der Pause scheiterte Weisenheim entweder an ihm oder auch an der eigenen Treffsicherheit, mehrfach waren Latte und Pfosten im Weg. Gemessen an den Möglichkeiten hätte SVW die Partie bis zur Pause bereits entscheiden können. Die 1:0-Führung der Gastgeber (57.) glich Oliver Lahni gut zehn Minuten später aus, zu mehr reichte es aber nicht mehr. „Meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen, es war ein gutes Spiel, nur das Ergebnis störte“, so Golfier. (mkö)