Fenstergeschichte(n)
Gut bewacht in Wachenheim
Solche einträglichen Werkstätten ließen sich die Besitzer der Münzhoheit gut sichern. Stefan von Pfalz-Simmern-Zweibrücken übte in Wachenheim das Münzrecht aus, das er sich durch König Sigismund 1431 bestätigen lassen hatte.
Fünf Jahre danach nahm die Münzstätte ihre Arbeit auf. Sie hielt an bis 1471. Dann unterlag Stefans Sohn, Ludwig der Schwarze, dem Kurfürsten Friedrich I. endgültig und dieser nahm Wachenheim ein.
Torhaus ist spätbarocker Walmdachbau
Die Geschichte des Münzhofs prägt den Namen der heutigen Weinstube in der Langgasse. Sie befindet sich im Tor- und Wachhaus, dessen Kern aus dem 16. Jahrhundert stammen soll. Folglich stand hier zur Zeit der Münzprägung noch ein Vorgängerbau.
Später ging der ausgedehnte Hof in kirchlichen und danach in kurfürstlichen Besitz über. Das Wachenheimer Torhaus ist ein spätbarocker Walmdachbau. Es wurde mehrmals umgebaut.
Nahe des grünen Sprossenfensters mit passendem Laden, vor dem bis in den Winter Rosenstöcke blühen, befinden sich die ansehnlichen Säulen eines früheren Tors.