Bad Dürkheim Großer Festumzug am Sonntag in Wachenheim

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Wachenheimer Doppeljubiläum (5): Rund 60 Festwagen und über 800 Musiker, Kutschfahrer oder Fußgänger werden am Sonntag auf dem Festumzug in Wachenheim zu bestaunen sein. Möglich machen das Rainer Bergner, Elfriede Gleber und Christiane Rosenberg.

Welche Vereine laufen mit? Wer bekommt welche Zugnummer? Wie genau soll die Wegstrecke aussehen? Wie sehen die Sicherheitsvorkehrungen aus? – Wenn Rainer Bergner in den vergangenen Monaten sein E-Mail-Postfach öffnete, musste er sich mit genau diesen Fragen auseinandersetzen. Zum Glück blieb er damit nicht allein. Denn als Elfriede Gleber davon hörte, dass Bergner einen Umzug plant, habe sie sich direkt angeschlossen, berichtet die ehemalige Vorsitzende des Wachenheimer Karnevalvereins. Die Nachricht über den Umzug hat sich schnell herumgesprochen und so ist auch Christiane Rosenberg dazugestoßen: „Ich fand die Idee einfach klasse“, sagt die Vorsitzende der Stadtmauer-Initiative. Seither trafen sich die Drei jede Woche für ein paar Stunden, sprachen Vereine an und beantragten Fördergelder. „Auf die Idee, einen Umzug zu machen, haben uns eigentlich die Vereine selbst gebracht“, erinnert sich Bergner. Oft sei er auf den Wunsch von seinen Mitbürgern aufmerksam gemacht worden. Dementsprechend groß fiel dann auch die Beteiligung aus. „Manche haben schon gescherzt, dass sie gar nicht mehr mitmachen könnten, denn sonst guckt ja keiner mehr zu“, berichtet Rosenberg vom Andrang der Teilnehmer. Kräftig unterstützt werden die Wachenheimer vor allem von den Nachbargemeinden, erzählt sie. Teilweise bringen die sogar ihre Feuerwehren mit. Neben ortseigenen Vereinen wie dem TuS Wachenheim und dem Förderverein, laufen auch einige aus Leistadt, Ungstein, Friedelsheim und Bad Dürkheim mit. „Besonders freut uns auch, dass unsere Namensvetter aus Wachenheim im Zellertal dabei ist“, so Rosenberg. Letztes Jahr haben die Zellertaler ebenfalls den 1250. Jahrestag der Ersterwähnung gefeiert und dementsprechend etwas vorbereitet. Mehr Details über den Umzug verrät Gleber: Passend zum Motto „Bewegte Geschichte“ wird der Zug mit einer Zeitreise von der Antike bis in die Neuzeit von einem Stadtbüttel eröffnet. Schließen werde der Umzug mit dem Aspekt: „Die Kinder sind unsere Zukunft und die Zukunft ist bunt.“ Dazu werden Kinder aus dem Kindergarten und der Grundschule in einheitlicher Kleidung auftreten und der Menge mit bunten Tüchern zuwinken. Gleber selbst war auch beim letzten Umzug vor 25 Jahren dabei und erinnert sich, dass damals auch schon Landfrauen und Winzer in historischer Kleidung unterwegs waren. Allerdings gebe es dieses Jahr das ein oder andere Glanzlicht. „Es werden alle ehemaligen Weinhoheiten aus Wachenheim seit 1960 mitmachen“, berichtet Elfriede Gleber. Allmählich neigt sich die Vorbereitung dem Ende zu und es geht daran, der Sache noch den letzten Schliff zu verleihen. Während Bergner seinen eigenen Umzugswagen für sein Gästehaus vorbereitet, müssen jetzt vor allem noch Kleinigkeiten, wie das Fertigstellen von Schildern und Umzugsnummern, erledigt werden. Die Vorfreude ist schon groß, wie die Drei berichten und von Nervosität ist keine Spur. „Wir sind noch ganz entspannt.“, lacht Elfriede Gleber und lehnt sich auf dem Stuhl zurück. Zur Serie Alle 25 Jahre hat Wachenheim gleich zweifach Grund zum Feiern: 1341 gewährte Ludwig der Bayer dem Dorf an der Haardt die Stadtrechte; der Lorscher Codex wiederum erwähnt die Gemeinde zum ersten Mal 766. Wir stellen in loser Folge Akteure des Jubeljahres vor.

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