Bad Dürkheim Gesicht(et): Mädchen aus Wachenheim

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In Gedanken vertieft scheint dieses Mädchen zu sein. Nicht nur die braunen Augen, auch die geschwungenen Brauen und ein leicht geöffneter Mund prägen das junge Gesicht. Gemalt hat es der Dürkheimer Künstler August Wilde (1881-1950). Die sorgfältig detaillierten Porträts des Malers wahren eine realistische Darstellungsweise und verraten zugleich impressionistische Anklänge. August Wilde lernte an der Akademie in München bei Franz von Stuck, der als erfolgreicher Porträtist bekannt wurde. Bei diesem ansprechenden Bildnis zeigt sich das Spiel von Licht und Schatten vor allem auf dem gewellten, sorgsam gescheitelten Haar des jungen Mädchens. Wilde malte das Werk laut den Unterlagen des Museums 1942 – die Jahreszahl wurde auf dem Gemälde allerdings unkenntlich gemacht. Sie befand sich unter der Signatur. Bei der Dargestellten handelt es sich um Helga-Ellen Mayer, die in Wachenheim lebte. Seit 1995 befindet sich das Bild im Besitz des Stadtmuseums Bad Dürkheim. —So manche Gesichter, die uns umgeben, bergen alte oder neuere Geschichten. Wir erzählen sie – in loser Folge.

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