Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Gelungener Start für Carsharing-Angebot

Die zwei Carsharing-Autos stehen am Busbahnhof.
Die zwei Carsharing-Autos stehen am Busbahnhof.

Seit Ende April stehen am Parkplatz am Dürkheimer Busbahnhof zwei Autos für Carsharing zur Verfügung. Doch wie wird das Angebot angenommen?

Im Mai seien die beiden Autos – ein Kombi und ein Kleinwagen – zehn, im Juni zwölf Mal gebucht worden. Die Gesamtkilometerleistung habe jeweils bei rund 1500 Kilometern gelegen, informierte der stellvertretende Bauamtsleiter Steffen Wietschorke auf Anfrage. Zwar buchten die Kunden den Kleinwagen häufiger, der Kombi legte dafür die längeren Strecken zurück. „Für eine Stadt der Größe Bad Dürkheims ist die Auslastung der Fahrzeuge so kurz nach dem Start nicht schlecht“, ordnet Miriam Caroli vom Carsharing-Anbieter Stadtmobil die Zahlen ein. Dass sich das Angebot in Dürkheim nicht sofort trage, sei sowohl den Stadtmobil-Verantwortlichen als auch der Stadt klar gewesen. Ein kostendeckender Betrieb sei frühestens nach fünf Jahren zu erwarten, erklärt Caroli.

Wie Wietschorke sagte, habe sich das Angebot im Mai zu 25 Prozent und im Juni zu mehr als 30 Prozent selbst finanziert. Die Tendenz bei der Auslastung zeigt deutlich nach oben: „Das ist die zentrale Größe für uns und wichtiger als die Anzahl der Buchungen oder die gefahrenen Kilometer. Wenn das so weitergeht, könnten wir die Kostendeckung früher als in fünf Jahren erreichen“, erklärt Caroli.

Nachfrage nach Corona-Zwischentief wieder gestiegen

Etwa 70.000 Euro stellt die Stadt für die Finanzierung des Angebots in den kommenden vier Jahren bereit. Dafür erhält sie 90 Prozent der Fahrterlöse, sodass mit einem Defizit von 52.000 Euro gerechnet wird.

Einen Einbruch aufgrund der Corona-Pandemie habe es bei Stadtmobil Mitte März gegeben, im April und im Mai hätten sich die Buchungen insgesamt wieder erholt, sagt Caroli. In Bad Dürkheim habe der deutschlandweit vertretene Anbieter bereits vor der Carsharing-Station am Busbahnhof einige Kunden gehabt, jetzt sei etwa eine Handvoll hinzugekommen. Mit der Stadt sei besprochen, dass diese weiter über nachhaltige Mobilität informiere und so Werbung für Carsharing mache. Zudem werde sich die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Mobilitätskonzept wie der Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs oder des Radwegenetzes positiv auf die Bereitschaft der Menschen auswirken, über die Abschaffung eines Autos und die Nutzung von Carsharing nachzudenken, glaubt Caroli.

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Weitere Infos zu Stadtmobil gibt es unter www.stadtmobil.de.
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