Wachenheim Geflügelte Schönheit am Wegesrand

Herbstschönheit mit samtigen Flügeln: der Admiral.
Herbstschönheit mit samtigen Flügeln: der Admiral.

An milden Herbsttagen lassen sich bei uns noch interessante Schmetterlinge beobachten. So können Spaziergänger derzeit dem farbenprächtigen Admiral begegnen.

Von der Landstraße 525 zwischen Wachenheim und Friedelsheim zweigt nach Süden der „Kaiser-Konrad-Radweg“ ab. Einst soll im Umfeld der namengebende Herrscher von der Limburg nach Speyer geritten sein. Die asphaltierte Strecke führt durch die Weinberge und bald an bunt belaubten Gehölzen vorbei. Zu ihnen gehören neben Obstbäumen auch Wildsträucher wie Hundsrose und Liguster, die jetzt voll mit Früchten hängen.

Wer nicht zügig vorüber radelt oder läuft, der kann hier an heiteren Tagen eine geflügelte Schönheit entdecken. Samtig dunkle Flügel, die rot gebändert und weiß gefleckt sind, machen den Admiral zu einer besonderen Erscheinung. Mehrere Exemplare flattern an den Heckenpflanzen umher. Oder sie sitzen mit ausgebreiteten Flügeln auf den Zweigen und wärmen sich in der Herbstsonne.

Die milden Winter haben das Verhalten dieser Wanderfalter verändert. Heute ist es zur Regel geworden, dass der Admiral in der Oberrheinebene überwintert. Unter den jetzt beobachteten Faltern können Tiere sein, die vor kurzem bei uns geschlüpft sind. Es sind aber auch Zuwanderer dabei: Aus dem Norden kommen sie im Herbst hierher geflogen, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Wichtig für sie und andere Arten sind vielfältige Heckenbiotope wie hier am Radweg. An der dritten Kreuzung biegt man nach rechts ab. Hier führt eine Brücke über die B 271. Rundum geht der Ausblick über die Umgebung. Aus den herbstlich verfärbten Weinbergen erheben sich Kirchtürme umliegender Dörfer wie Niederkirchen, Wachenheim und Friedelsheim. Nach der Brücke geht es nach rechts zurück zur Landstraße, womit der Spaziergang schon fast zu Ende wäre.

Er lässt sich aber auch verlängern: Dann nimmt man die Strecke nach links, kommt über den Wachenheimer Bach und am Forster Recycling-Werk vorbei. Vereinzelt gibt es am Wegrand noch blühende Pflanzen zu sehen, etwa den Natternkopf oder die hoch aufragende Königskerze mit ihren gelben Blüten. Wohl deshalb wird sie vom Volksmund auch Himmelsbrand genannt.

Um auf die andere Seite der Bundesstraße zu kommen, geht es wieder über eine Brücke. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten für den Rückweg. So kann man ein Stück am Burgtalbach entlang gehen und kommt über den Radweg zurück zur Landstraße.

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