Fussball
FV Freinsheim vor Heimspiel gegen Lustadt: Warum Leistung und Trainingseifer zählen
Wer sich die Startformation der Freinsheimer beim Spiel am Sonntag in Erlenbach etwas genauer anschaut, der ist schon etwas überrascht. Marvin Bonomo, Fabian Weingärtner, Jason Müller oder Kevin Klein – alle sind potentielle Startelfkandidaten. Alle nahmen aber bei der Partie in der Südpfalz auf der Bank Platz. Dafür spielte erstmals Maximilian Hoffmann, während Außenstürmer Max Hepp und Innenverteidiger Giorgio Triassi zuvor auch nur einmal den Anpfiff auf dem Feld erlebten.
Der Freinsheimer Trainer Christian Schäfer hat eine plausible Erklärung für die Veränderungen. „Maximilian Hoffmann hat gut trainiert und sich die Nominierung für die Startformation verdient“, nennt der Coach ein Beispiel. Ganz generell gelte, dass jeder im Kader des Übungsleiters dessen Vertrauen genieße und jeder damit auch die Berechtigung habe, von Anfang an aufzulaufen. Die Einsätze müsse man sich mit Trainingseifer und guten Spielleistungen verdienen. „Außerdem hatten wir aus vier Spielen nur vier Punkte geholt. Somit haben wir nicht alles richtig gemacht, und der Trainer hat anderen eine Chance gegeben“, erläutert Schäfer sein Vorgehen.
Und vielleicht habe dem einen oder anderen die Pause gutgetan. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, ergänzt der Trainer und hofft, dass alle noch ein paar Prozent draufpacken. Dies umso mehr, weil Bastian Rinn und Lorenzo Iaquinta aus dem Urlaub zurückgekommen sind und sich Peter Diehl im Reserveteam Spielpraxis geholt hat. Bei Dennis Striekert hingegen, der wegen einer Oberschenkelverletzung schon seit Monaten außen vor ist, kann ein Einsatz ausgeschlossen werden. „Mir ist es lieber, ich muss ein paar harte Entscheidungen treffen und Spieler auf die Bank setzen oder an die zweite Garnitur abgeben, als wenn nur 14 Akteure zur Verfügung stehen“, stellt Schäfer klar.
Die Lustadter, die über Jahre hinweg das Team mit der geringsten Fluktuation waren, für Beständigkeit und Bodenständigkeit standen, haben ihren Kader verändert und verjüngt. Noch immer gibt es Akteure wie beispielsweise Ahmet Misirli (31), Kaan Yüksel (26), Nicolas Roida (24) oder Max Weilbach (29), die schon lange für die Orange-Blauen spielen, aber das Team hat sein Gesicht schon deutlich verändert. Offenbar war dies ein positives Facelifting, denn Rang sechs und nur eine Niederlage (0:1 gegen Spitzenreiter Jockgrim) sprechen für sich. Auch in der Meistersaison 2024/25 in der A-Klasse Rhein-Mittelhaardt überzeugten die Lustadter. „Ein starker Neuling, bei dem noch die Aufstiegseuphorie dazukommt“, glaubt Schäfer.