Fußball
FV Freinsheim gastiert beim SV Erlenbach
Wer nicht spielt, kann auch keine Punkte holen und wird an Boden verlieren. Genauso ist es den Blau-Weißen am vorigen Sonntag ergangen, als sie tatenlos zuschauen mussten, wie sie von Rang sieben mit Kontakt zur Spitzengruppe auf Platz neun im tristen Mittelmaß durchgereicht wurden. „Deswegen zählt in Erlenbach bei allem Respekt für den Gegner nur ein Sieg, um den Abstand zu den Mannschaften vor uns zu verringern und den einen oder anderen Kontrahenten zu überholen“, sagt Trainer Christian Schäfer. Punkteteilungen, von denen beim FVF schon vier zu Buche stehen, bringen das ambitionierte Team nicht voran.
Anfällige Freinsheimer
Freinsheim muss also wieder in einen Rhythmus. Und nach einigen freien Tagen stehen in dieser Woche wieder drei Trainingseinheiten auf dem Programm. Dabei findet man eine signifikante Verbesserung in zwei Bereichen ganz oben auf der Agenda. „Wir müssen immer noch an unserem Defensivverhalten arbeiten, weil wir zu viele Gegentore bekommen“, nennt Schäfer den ersten. 17 in sieben Partien sind es bisher, was hochgerechnet ein schlechterer Wert ist, als die 62 Treffer in der vorigen Saison in 34 Begegnungen. Beim 1:1 in Altrip habe er Fortschritte erkannt, da trat der FVF stabil auf. An diese Vorstellung soll in der Südpfalz angeknüpft werden.
Aber auch der Torabschluss ist verbesserungswürdig und weit entfernt von der Rekordsaison 2023/24, als die Freinsheimer in Schnitt 3,18 Tore pro Spiel erzielten. Aktuell liegt der Wert bei 2,14. „Wenn wir nur unsere klaren Möglichkeiten nutzen, werden wir auch punktemäßig mehr Ertrag haben“, ist der Coach überzeugt. Dennoch werde es in Erlenbach keinen Schönheitspreis zu gewinnen geben, der Übungsleiter rechnet bei einem euphorisierten Gastgeber, der erstmals in der Bezirksliga aufläuft, mit einem Kampfspiel. „Es gibt keine Ausreden und Alibis. Ich erwarte drei Punkte“, stellt Schäfer unmissverständlich klar.
Einige Rückkehrer
Personell stehen dem Coach bald wieder mehr Optionen als vorher zur Verfügung. Abwehrspieler Dennis Drees ist nach seiner Muskelverletzung ins Mannschaftstraining eingestiegen und Allrounder Thomas Wiszniowiecki dürfte nach ausgeheiltem Zehenbruch bald ein Kandidat für die Startformation sein – vielleicht schon am Sonntag beim Tabellennachbarn. Es wird sicher noch nicht für 90 Minuten reichen, aber die Einsatzzeiten verlängern sich stets.
„Außerdem haben Paul Weber und Lukas Pfaffmann das Lauftraining aufgenommen“, berichtet Schäfer erfreut. Die zwei Verteidiger sind nach langer Pause noch ohne Saisoneinsatz und sollen behutsam auf den Stand der Mitspieler herangeführt werden. Für das Duell in Erlenbach sind sie noch keine Option. Auch bei Flügelstürmer Dennis Striekert, der erkrankt war, dürfte es noch ein bisschen dauern. Hannes Weibel und Gianluca Wittmann seien bei der Weinlese gefordert.